Wermelskirchen: VVV sucht die stärksten Burschen und Madeln

Kirmes im Dorf : In Dhünn geht es wieder hoch hinaus

Die Kirmes im Dorf wartet 2019 erstmals mit einer abgewandelten Aktion aus Bayern auf: Beim „Trecker trekken“ müssen sechs Personen ihre Kraft beweisen. Der Kirmestrubel unter der Dorf-Eiche steigt vom 17. bis 19. August.

Wer sind die kräftigsten Burschen und Madeln im Dorf? Diese herausfordernde Frage stellt in diesem Jahr die Kirmes in Dhünn. Traditionell eine Woche vor der großen Herbstkirmes in Wermelskirchen, steigt die Gaudi in Dhünn: von Samstag bis Montag, 17. bis 19. August. Der Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) Dhünn als Organisator des Programms – formeller Veranstalter ist wie beim Dabringhausener Dorffest die Stadt Wermelskirchen – hat für das Kirmesvergnügen eine Aktion aus Bayern adaptiert. Dort wird der Spaß „Bulldog ziang“ genannt, die abgewandelte Dhünnsche Version ruft zum „Trecker trekken“ auf.

„Die Idee brachte Achim Burghoff mit“, erzählt der VVV-Vorsitzende Frank Jäger: „Wir haben bereits einige feucht-fröhliche Proben gemacht, um den leichtgängigsten Traktor aus Dhünn für die Aktion zu finden.“ Die Zugmaschine von Friedhelm Weber wird es werden, die die Teilnehmer am Sonntag, 18. August, ab 14 Uhr über die Hauptstraße bewegen müssen. Sechs Personen müssen dabei mit Hilfe eines speziellen Geschirrs den Traktor, der sich im Leerlauf befindet, in einer bestimmten Zeit eine gewisse Strecke über eine etwa zwölfprozentige Steigung ziehen. Um den Spaß komplett zu machen, gibt es eine elektronisch gesteuerte „Bewässerungsanlage“, die den Teilnehmern bei Überschreiten der Zeit eine feuchte Erfrischung verpasst. „Wir wünschen uns, dass viele Gruppen aus Vereinen, Firmen oder Nachbarschaften und Privatleute mitmachen“, kündigen Frank Jäger und VVV-Geschäftsführer Axel Eversberg an. Eine formelle Anmeldung sei nicht nötig: „Wer mitmachen will, findet sich auf dem Kirmesplatz ein.“ Die Möglichkeit zum Training gibt es auch: Am Samstag, 17. August, um 16 Uhr finden Probeläufe statt. Startpunkt ist stets auf Höhe der ehemaligen Bäckerei Steinhaus, Hauptstraße 26. Kinder können bei dem spaßigen Kräfte-Messen ebenso mitmachen: Für sie steht ein leichterer Rasenmäher-Traktor bereit. Zum zu ziehenden Gewicht kommt allein aus Sicherheitsgründen ein Fahrer am Traktorsteuer hinzu. „Im Zweifel muss ja jemand bremsen können“, sagt Jäger.

Was bereits mit einer Hebebühne im vergangenen Jahr erfolgreich begann, überbieten die Organisatoren in diesem Jahr mit einer Plattform, die die Besucher am Sonntag, 18. August, ab 11.30 Uhr auf 70 Meter Höhe und damit noch höher hinaus fährt. „So eine Fahrt dauert zwischen zehn und 15 Minuten und beschert einen tollen Ausblick“, sagen Frank Jäger und Axel Eversberg voller Vorfreude. Die Plattform werde am Sonntag so lange in Dhünn bleiben, wie Nachfrage besteht: „Im Gegensatz zu dem Gerät vom Vorjahr braucht dieses keine Pausen zu machen.“ Eröffnet wird die Kirmes unter der markanten Dorf-Eiche am Samstag, 17. August, um 15 Uhr mit dem Fassanstich, zu dem Frank Jäger jährlich einen Handwerker aus Dhünn bittet. In diesem Jahr schwingt Michael Trinius aus Osminghausen den Hammer – der Elektriker kümmert sich stets um die Weihnachtsbeleuchtung im Dorf und um die korrekte Verkabelung des Kirmestreibens. Abends ab 20 Uhr steht die Coverband „Replik“ auf der Bühne.

Der Sonntag, 18. August, startet um 10.30 Uhr mit dem Open-Air-Gottesdienst, der zum vierten Mal in Folge die „Hoffnungswoche“ beendet. Ab 12 Uhr spielen die „Brassfluencer“ zum Frühschoppen auf, das Mittagessen kommt aus der Gulaschkanone der Freiwilligen Feuerwehr. Die „Dhünnsche Matinée“ startet am Montag, 19. August, um 11 Uhr. Nachmittags ab 15 Uhr klingt die Kirmes bei Kaffee und Kuchen aus.

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