Wermelskirchen: Vor dem Abriss der Dreslerschen Halle werden Schadstoffe entsorgt

Asbest im Außenputz wird zuvor entfernt : Dreslersche Halle soll im März abgerissen werden

Erst müssen die Altlasten besteigt werden, dann kann der Abbruch beginnen. Das Gelände in Wermelskirchen ist noch voller Schadstoffe.

Eine Industriebrache soll dem Erdboden gleichgemacht werden, um Platz für neue Dauerparkplätze zu machen: Anfang März sollen die Abbrucharbeiten an der Dreslerschen Halle beginnen, teilt Hartwig Schüngel, Leiter des Gebäudemanagements, mit. Doch bevor Abrissbagger anrollen, müssen Altlasten fachgerecht beseitigt und entsorgt werden. Die Ausschreibung für diese Arbeiten läuft.

Bei älteren Gebäuden muss vor einer Sanierung geprüft werden, ob sich Schadstoffe in der Bausubstanz befinden. So erfolgten bereits im vergangenen Sommer Untersuchungen der Probenentnahmen. Das Ergebnis: Es wurde im Außenputz Asbest entdeckt, weitere Proben ergaben, dass dieses nur im Außenputz der alten Halle steckt, nicht im Innenputz oder im Anbau. Im Fensterkitt der Außenfenster wurden Asbest und PCB nachgewiesen. In der Dacheindeckung, in der Teerpappe, stecken PAK - chemische Verbindungen aus mindestens zwei Benzolringen. Auch sie gelten als gesundheitsschädlich.

„Keine einzige Asbest-Faser darf das Gelände oder das Gebäude verlassen. Wir wollen auf Nummer sicher gehen und äußerste Vorsicht walten lassen“, hatte der Technische Beigeordnete, Thomas Marner, angekündigt. Dazu wurde ein Fachbüro mit einem Rückbau- und Entsorgungskonzept beauftragt.

Das Asbest wird mechanisch in einem abgeschotteten Raum entfernt. Das können Zelte sein, in denen ein Unterdruck aufgebaut wird, so dass keine Luft mit Asbeststäuben entweichen kann, erklärte Schüngel. Dazu verwenden Mitarbeiter Spezialmaschinen. Asbestfasern werden angesaugt und landen in einem Filter, der später fachgerecht entsorgt wird.

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