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Wermelskirchen: Vierte Corona-Impfung ist derzeit noch kein Thema

Corona-Pandemie im Bergischen : Vierte Corona-Impfung derzeit noch kein Thema

Gibt es zum Winter hin eine Empfehlung, sich zum vierten Mal gegen das Corona-Virus impfen zu lassen? Welche Impfstoffe würden dann im Rheinisch-Bergischen Kreis verimpft? Wir geben die Antworten.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt die Wocheninzidenz für Covid-19 derzeit bei 343,8. Gesundheitsministerium und Stiko diskutieren bereits seit Tagen über eine vierte Impfung gegen das Virus. Bisher wird diese nur Personen ab 70 Jahren und Risikogruppen empfohlen. Karl Lauterbach hat sich vor wenigen Tagen auch für eine Empfehlung für Menschen unter 60 oder 70 Jahren ausgesprochen. Über das Thema Immunisierung macht sich der Kreis derzeit noch keine Gedanken.

Auf Anfrage unserer Redaktion schreibt Nina Eckardt vom Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises per Mail: „Die Impfstellen bleiben aufgrund der derzeit geringen Nachfrage geschlossen. Die Nachfrage kann momentan von den niedergelassenen Ärzten gedeckt werden. Bei Bedarf kann das Angebot kurzfristig wieder erweitert werden. Dies wird dann rechtzeitig bekannt gegeben.“

Bestünde zum Winter hin dann eine höhere Nachfrage nach dem Corona-Impfstoff, werde man sich nach den Empfehlungen der Stiko richten, schreibt Eckardt weiter. Diese empfiehlt derzeit, nur Personen ab 70 Jahren und Risikopatienten zu immunisieren. „Es liegt im Ermessen des jeweiligen Arztes, von dieser Empfehlung in Einzelfällen abzuweichen“, so der Kreis.

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Eine Impfung verteilen dürften neben den Hausärzten auch Betriebsmediziner, Impfzentren, Apotheken und weitere Leistungserbringer, die die Impfkampagne unterstützen. Verimpft würden „die bislang bekannten Impfstoffe“, die auch in ausreichender Zahl vorhanden seien, bestätigt der Kreis. „Neue Impfstoffe, adaptiert an die erste Omikron-Variante, sind in der Entwicklung. Zu Informationen, an wen diese dann gegebenenfalls priorisiert verimpft würden, liegen uns bisher keine Erkenntnisse vor.“

Der Bundesgesundheitsminister erwartet für den frühen Herbst vier neue Impfstoffe. Dabei handele es sich um zwei Präparate von Biontech und Moderna, die an den Subtyp BA.1 angepasst seien, und zwei, die speziell gegen den Subtyp BA.5 wirkten. Sie würden nicht nur gegen schwere Verläufe schützen, sondern auch in hohem Maße gegen eine Infektion wirksam sein, sagte der Gesundheitsminister. Sobald die neuen Impfstoffe auf dem Markt seien, würden die bisherigen Vakzine „mehr oder weniger wertlos", meinte Lauterbach.