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Wermelskirchen: Viele Einzelhändler öffnen am Montag wieder ihre Geschäfte

Einzelhandel : Viele Geschäfte öffnen am Montag wieder ihre Türen

Erleichterung trifft bei den Einzelhändlern auf Unsicherheit – vor allem bei Fragen der Hygieneregeln.

Die Gefühlslage bei den Einzelhändler war ambivalent: „Wir freuen uns, dass wir die Türen wieder öffnen dürfen“, erklärte Johannes Schnütgen von Quick Schuh. Aber es gebe so viele Fragen zu klären. Viele Händler trommelten nach den neuen Beschlüssen der Regierung am Donnerstagmorgen ihre Mitarbeiter zusammen, um sich auf eine Öffnung der Geschäfte am Montagmorgen vorzubereiten.

„Das ging jetzt doch schneller als wir erwartet hatten“, befand Einzelhandelssprecher Stefan Rojewski. Für Montagabend hatten sich die Wermelskirchener Händler zum Videochat verabredet, um über Maßnahmen für eine anstehende Wiedereröffnung ins Gespräch zu kommen. Am Mittwoch fielen die Entscheidungen für eine Lockerung der Regeln – und die Einzelhändler begannen direkt mit den Vorbereitungen. Stefan Rojewksi kaufte 400 Masken und 1000 Handschuhe, bestellte einen Spuckschutz für den Kassenbereich, orderte Desinfektionsmittel und gab den Druck für Schilder mit den Abstandsregelungen in Auftrag.

Auch Johannes Schnütgen begann „mit Hochdruck“, die Wiedereröffnung vorzubereiten. Spuckschutz, Masken, eine Desinfektionsstation, die Begrenzung der Personenzahl und die entsprechende Vorbereitung der Mitarbeiter: Er hatte am Donnerstag alle Hände voll zu tun. „Es ist vor allem deswegen so schwierig, weil es keine konkreten Hygienevorschriften gibt“, erklärte er. „Es sind schwierige Zeiten“, fasste er zusammen, „ein riesen Kraftakt für uns Händler. Und dabei wird es auch erstmal bleiben.“

Davon geht auch Gabriele van Wahden aus. „Abgerechnet wird ganz zum Schluss“, sagte sie und dachte an die schweren, vergangenen Wochen zurück. Auch sie plant, am Montag die Türen wieder zu öffnen. „Aber ich weiß noch nicht, ob wir bis dahin alles Nötige auf den Weg bringen können“, erklärte sie. Sie öffne erst die Türen, wenn für die Gesundheit ihrer Mitarbeiter und Kunden gesorgt sei. Auch sie hat einen Spuckschutz bestellt und denkt darüber nach, eine Laufrichtung vorzuschreiben. „Vielleicht wird es auch nötig sein, die Aufenthaltsdauer im Laden zu begrenzen“, befand sie.

Auch Wolfgang Müllenmeister vom Holzwürmchen setzte gestern direkt eine Mitarbeiterbesprechung an. „Es bleiben viele Probleme“, befand er. Fehlende verbindliche Hygienevorschriften machten es den Händlern schwer. Und dazu komme, dass noch nicht geklärt sei, welchen Einfluss die neue Situation auf die zugesagte finanzielle Unterstützung des Landes haben werde. Fest steht: Das Holzwürmchen öffnet am Montag wieder – bis zur Eröffnung der Schulen aber mit veränderten Öffnungszeiten, montags bis freitags von 9 bis 15 Uhr.