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Wermelskirchen: VHS zieht zum dritten Mal um

Möbelwagen in Wermelskirchen : Dritter Umzug der Volkshochschule

Nach vier Jahren im Pavillon der ehemaligen Realschule ziehen die elf Mitarbeiter in den Altbau der heutigen Sekundarschule. Zum Ende der Osterferien soll alles startklar sein. Ob’s dann weitergeht, ist noch offen.

Es war sicher kein repräsentatives Gebäude, in dem die elf Mitarbeiter der Volkshochschule Bergisches Land in den vergangenen vier Jahren untergebracht waren: Bunt besprüht mit Graffiti einer Realschul-Projektwoche, hat das Gebäude heute schon fast Kultstatus. Die Tage sind aber gezählt: Mit dem Neubau der Sekundarschule werden der Pavillon wie auch die Altgebäude abgerissen. Und so weinen die Mitarbeiter der Volkshochschule diesem Gebäudekomplex keine Träne nach: Seit dem ersten Tag der Osterferien zieht die Volkshochschule aus.

Die neue Heimat ist der Altbau der heutigen Sekundarschule an der Wirtsmühler Straße. Dort sind die Mitarbeiter, zuständig für die Städte Wermelskirchen, Burscheid und Leichlingen, künftig untergebracht. Derzeit entstehen dort elf Büros und fünf Unterrichtsräume auf drei Etagen.

Es ist der dritte Umzug der Volkshochschule Bergisches Land. Anfangs, erinnert sich VHS-Leiter Klaus-Jürgen Miesen im Gespräch mit dieser Redaktion, seien seine Mitarbeiter in den drei Städten in Büros untergebracht gewesen; dann habe man an der Burger Straße die Hauptamtlichen zusammengezogen. 2016 mussten sie die 800 Quadratmeter nach über zwei Jahrzehnten verlassen, weil sich Obi vergrößern wollte. Eigentlich war anfangs die ehemalige Polizeiwache eine Option, doch sie hätte komplett umgebaut werden müssen. So bezog die VHS, auch als Übergangslösung, die ehemalige Mensa der Realschule. Die war erst 2012 für rund 100.000 Euro eingerichtet worden.

Ob nun der Altbau an der Wirtsmühle der endgültige Standort der VHS bleiben wird, weiß Miesen auch nicht. Es könne durchaus sein, dass nach Auszug der Sekundarschule in den geplanten Neubau an der Rot-Kreuz-Straße in einigen Jahren die VHS noch einmal innerhalb des Gebäudes umziehen wird. „Diese Möglichkeit besteht schon“, sagte Miesen ergebnisoffen.

Der Umzug ist eigentlich für drei Tage angesetzt. Doch Miesen rechnet damit, dass man die kompletten Osterferien für die Arbeiten benötigt. Denn die neuen Räumlichkeiten sind längst noch nicht fertig. „Das fängt bei den Türzargen an und hört bei den Fußböden auf“, berichtete er. Auch die Trockenbauer seien noch damit beschäftigt, aus Klassenräumen mehrere Büros zu machen.

Mit zwei Mitarbeiterinnen war er am Montag vor Ort und koordinierte den Umzug. „Ich bin aber Optimist. Bis zum 19. April sind wir umgezogen und eingerichtet. Vielleicht können wir ja dann wieder mit dem Unterricht beginnen. Das hängt aber nicht von uns ab.“ Wobei sicher doch Tränen vergossen werden könnten: Die Parkplatz-Situation an der Wirtsmühler Straße ist deutlich schlechter als an der Rot-Kreuz-Straße.