Weihnachtsaktion in Dabringhausen Besondere Vernissage im Dorfpark soll zum Nachdenken anregen

Wermelskirchen · Die Damen des Frauentreffs in Dabringhausen laden im Advent die Besucher im Dorfpark zum Mitmachen und Weiterdenken ein. Und hoffen auf einen besonderen Augenblick bei den Gästen.

Sterne und Herzen erwarten die Besucher im Dorfpark und laden zum Mitmachen ein - mitten in der Skulpturenausstellung des Frauentreffs.

Sterne und Herzen erwarten die Besucher im Dorfpark und laden zum Mitmachen ein - mitten in der Skulpturenausstellung des Frauentreffs.

Foto: Theresea Demski/Theresa Demski

Die Wege im Dorfpark werden am Freitagabend von Kerzengläsern gesäumt, es duftet nach Glühwein und zwischen den Bäumen spannen dicke Kordeln mit Holzsternen und -herzen. Es ist, als liege hier der Advent in der Luft – rund vier Wochen vor Weihnachten. Und genau darum geht es den Damen des Frauentreffs in Dabringhausen: Sie wünschen sich für die Besucher im Advent im Dorfpark einen besonderen Augenblick. „Und vielleicht kommen sie ins Nachdenken“, sagt Eule Eickhoff, „und gehen mit neuen Impulsen weiter.“

Fünf Skulpturen haben dafür ihren Platz am Wegesrand im Dorfpark gefunden: Jeder trägt die Handschrift von Menschen aus dem Dorf. Unter dem Dach von „Miteinander in Dabringhausen“ hatte der Frauentreff im Herbst zum Kunstworkshop mit dem Leichlinger Künstler Berthold Welter eingeladen: Und dabei entstanden Weihnachtsfiguren der besonderen Art – aus Treibholz und Draht, aus altem Metall und Schrott (wir berichteten). Das Ergebnis können Besucher seit Freitag im Dorfpark sehen – mit kleinen Tafeln versehen, auf denen die Künstler Impulse zum Weiterdenken notiert haben. „Es ist nicht die klassische Dorfkrippe geworden“, erklärt Ulrike Rickell, „stattdessen sind Figuren entstanden, die sich selbst mitbringen.“ Und genau das wünsche sich die kleine, neu entstandene Künstlergruppe auch für die Besucher. Jeder solle sich selbst fragen: Was kann ich einbringen? Wo kann ich selbst an der Heilung dieser Welt mithelfen? Welche Gaben habe ich? Und deswegen hat die Gruppe der Ausstellung auch einen prägnanten Namen geben: „Weihnachten! Und ich?“ Nicht das Geschehen hinter der Stalltür, sondern die Menschen vor der Tür sollen in den Blick genommen werden. „Also jeder von uns“, sagt Ulrike Rickell.

Aus diesem Grund ist auch gleich nebenan eine Mitmachaktion entstanden – die auch künstlerisch gut in den Kontext der Ausstellung passt. Zwischen den Bäumen hat die Gruppe Seile gespannt und Holzsterne und -herzen aufgehängt. Hier sind die Besucher des Dorfparks eingeladen, Weihnachtsbotschaften zu hinterlassen – auf den Herzen können Ideen oder Gedanken notiert werden, um anderen eine Freude zu machen. „Ich schenke etwas weiter, was mir am Herzen liegt und ich nicht kaufen kann“, erklärt Eule Eickhoff. Gleich gegenüber, auf den Sternen, können die Menschen notieren, was sie sich wünschen – für ihr Leben, für die Gesellschaft, für das Dorf. Während der Eröffnung füllen sich die ersten Holzplättchen mit guten Worten, mit Ideen und Wünschen. Im Advent sollen viele  kleine Texte hinzukommen. Weihnachten soll persönlich werden. Der Auftakt ist getan.