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Wermelskirchen: Verkaufsoffener Sonntag 2018 beschert gute Umsätze

Verkaufsoffener Sonntag beschert gute Umsätze : Kunden strömen am Sonntag in die Läden

Wetter, Kirmes und verkaufsoffener Sonntag waren ein voller Erfolg.

Alles passte. Kein Regen, nicht zu kalt und nicht zu warm. Ideal zum Bummeln, zum draußen Sitzen, zum Essen und Trinken, zum Shoppen und für den Kirmesbesuch. „Ein Traum. Einfach ideal“, schwärmte André Frowein, Geschäftsführer beim Marketingverein WiW. Nach dem völlig verregneten Sonntag beim „Fest“ am 13. Mai sei das auch verdient. Viele Einzelhändler nutzten das gute Wetter und präsentierten ihre Angebote draußen vor den Geschäften.

Sofort nach Eröffnung war der Außenbereich bei Quick-Schuh in der Telegrafenstraße umlagert. Und auch die Textilgeschäfte waren gut besucht. Herbst- und Winterware war bereits eingetroffen und Sommerware wurde bis zu 50 Prozent reduziert angeboten. „Es läuft richtig gut“, freute sich Stefan Rojewski vom Modehaus „Male“. „Das Wetter ist ideal, die Stimmung und damit die Kauflaune ist toll“, sagte er. Auch wenn er natürlich gerne ein Geschäft macht, gesteht er, dass vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr für Wermelskirchen genug sind.

Auch wenn nicht alle Händler an diesem Sonntag ein riesiges Geschäft gemacht haben – profitiert haben sie alle. „Die Besucher sind natürlich kirmesorientiert“, sagte Wolfgang Müllenmeister vom Spielwarengeschäft „Holzwürmchen“. „Die große Kirmes gibt es nur einmal im Jahr, die Geschäfte sind ja immer da“. Trotzdem gab es auch im Spielwarenladen viele Besucher. „Ich habe mir für mein Kirmesgeld einen Lego-Kasten gekauft“, sagte der achtjährige Sven. „Da habe ich länger etwas von als vom Karussellfahren.“

Viele Händler hatten Beratungs- und Informationsgespräche. „Wir hatten ganz viele auswärtige Besucher, die zum ersten Mal hier im Geschäft waren“, sagte Tanja Teske im Stoffladen „Stola“. Auch ASS-Automobile am Schwanen profitierte von den vielen Besuchern. „Wir sind das einzige Autohaus, das direkt am Kirmesweg liegt“, sagte Mitinhaber Rudolf Simon, während er Ausstellungsfahrzeuge erklärte.

„Ich brauche nur noch zwei Kunden“, scherzte Ulrich Heldt vom Küchenstudio. Wegen Geschäftsaufgabe wird zur Zeit alles ausverkauft, es gebe nur noch zwei Musterküchen. „Wahrscheinlich sind die nach der Kirmes weg“, sagte Heldt. Zum ersten Mal dabei ist die Kaffeerösterei „Kaffee-Teufel“ an der Eich. „Wir sind seit zirka zehn Wochen hier und das Geschäft wurde gut angenommen“, sagte Andreas Deus. „Der Zuspruch und der Besuch zur Kirmes ist riesig.“ Warum das Geschäft zur Hälfte mit einem Stand zugebaut wurde, blieb ihm ein Rätsel.

Thomas Grau stellte sich als neuer Besitzer des Schlüsseldienstes Eric Offermanns vor und nutzte den guten Besuch für Beratungsgespräche im Bereich Sicherheitstechnik. „Am Markt halte ich allein die Stellung“, sagte Buchhändlerin Gabi van Wahden. Ihre Aktion „lesen und lesen lassen“ mit den kostenlosen Buchpaketen, verteilt in der Stadt, war ein Erfolg. Auch der Weltladen hätte den Besucherstrom nutzen können, er blieb geschlossen. „Nur wer mitmacht, ist auch dabei“, sagte man im Marketingbüro WiW.