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Wermelskirchen: Urbanes Kita-Domizil für 24 „Stöppken“

Kita Stöppken öffnet am 1. August : Urbanes Kita-Domizil für 24 „Stöppken“

Wie geplant startet die erste Wermelskirchener Kindertagesstätte in Trägerschaft einer Elterninitiative am 1. August ihren Betrieb. Das Erzieherinnen-Team steht schon parat.

Der Start der Kindertagesstätte „Stöppken“ läuft trotz Corona-Maßnahmen nach Plan. Offiziell am 1. August, faktisch am Montag, 3. August, öffnet die erste Kita in Wermelskirchen, die von einer Elterninitiative getragen wird. „Wir werden Ende dieser Woche mit den Umbau-Arbeiten fertig und dann können wir mit dem Einräumen beginnen“, sagt Architekt Andreas Frixe, der die Bauarbeiten in der Telegrafen-Passage im Auftrag von Besitzer Wolfgang Schmitz-Heinen koordiniert. In der Passage befindet sich die Kita in der ersten Etage und ist damit ein urbanes, innerstädtisches Domizil für die 24 Jungen und Mädchen.

Die Elterinitiative „Stöppken“ hat außerdem bereits das Erzieher-Personal gefunden: Die Wermelskirchenerin Nicole Benner, die bislang stellvertretende Leiterin einer Kita in Leichlingen war, übernimmt die Leitung der Kita Stöppken. Ihre Mitarbeiterinnen sind Sandra Ueberholz und Melissa Sedellke. „Wir stellen noch eine Köchin ein, denn wir setzen auf frische Küche“, blickt die Vorsitzende der Elterninitiative, Tanja Heller, in die Zukunft.

In diesem Jahr startet „Stöppken“ mit einer Gruppe für Kinder ab drei Jahren. Eine weitere Gruppe, dann auch für Kinder ab zwei Jahren, kommt 2021 hinzu. Dafür erfolgt noch ein Anbau an die vorhandenen Räume auf der Dachterrasse des Gebäudes. Ein anderer Teil der Dachterrasse dient der Kita als Außenbereich. Zum Start stehen mit Gruppen- und Nebenraum, Küche und Waschraum, Büro- und Sozialraum sowie sanitären Anlagen 180 Quadratmeter zur Verfügung, ab dem kommenden Jahr werden es insgesamt 480 Quadratmeter sein.

„Die zweite Bauphase wird im Juli 2021 pünktlich zum Start des neuen Kindergarten-Jahres fertig sein“, beschreibt Andreas Frixe die zweite Ausbau-Stufe und fügt lachend hinzu: „Die Kinder der ersten Gruppe werden später mal Architekt oder Hochbauer.“ Denn: Aus dem ersten Gruppenraum haben die 24 Jungen und Mädchen beste Aussicht auf den täglichen Fortschritt der Arbeiten.

„Unsere erste Gruppe ist mit 24 Kindern voll besetzt – für einen absoluten Notfall hätten wir eventuell noch Platz“, sagt Tanja Heller, die froh ist, wie gut „Stöppken“ bereits zum Start von den Eltern angenommen wird: „Bei uns fällt ja neben den Elternbeiträgen auch die Mitgliedschaft im Verein an – für Härtefälle gibt es Ausnahmen“, sagt Tanja Heller. „Wir brauchen dieses Geld. Wir haben zum Beispiel mehr Personal als vorgeschrieben.“ Die Mitgliedschaft der Eltern im „Stöppken“-Verein kostet 50 Euro monatlich. „Gerne begrüßen wir auch Fördermitglieder, die unser Konzept unterstützen möchten. Das ist ab 2.50 Euro pro Monat möglich“, appelliert die „Stöppken“-Vorsitzende.

Vom Konzept der Elterninitiative ist Kita-Leiterin Nicole Benner genauso überzeugt, wie vom ausdrücklich gewünschten Mitwirken der Eltern: „Ich habe bislang immer für Elterninitiativen gearbeitet und damit nie schlechte Erfahrungen gemacht.“

Von dem Konzept sichtlich angetan ist auch Wolfgang Schmitz-Heinen, der sich vor einem Jahr bei „Stöppken“ meldete, als diese auf der Suche nach einem geeigneten Domizil war. Der Investor, dessen eigene Büroräume sich auch in dem Gebäude befinden, sieht die Telegrafen-Passage nach den eher stiefmütterlich behandelten Jahren durch die Vorbesitzer auf einem guten Weg: „Der Standort ist sehr gut und der Mieter-Mix ist gut für die Innenstadt.“ Steuerberater, Rechtsanwälte, Ärzte, der Kindergarten und Privatwohnungen würden sich hervorragend ergänzen. „Etwas zu gestalten macht mir Freude, einen Fertig-Neu-Bau kann jeder“, betont Schmitz-Heinen.