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Wermelskirchen: Unfall in der Hermannstraße

Schwerer Unfall in Wermelskirchen : Autofahrer rast morgens in Wintergarten

Eine psychische Erkrankung ist laut Polizei Grund dafür, dass der 45-Jährige den Unfall in der Hermannstraße verursachte. Er verletzte sich und wird stationär im Krankenhaus behandelt. Es bestand zwischenzeitlich Einsturzgefahr für das Gebäude.

Die Besitzerin des Hauses, das in der Kurve in der Hermannstraße steht, hat am Donnerstagmorgen offenbar gleich mehrere Schutzengel gehabt: Nach Informationen der Feuerwehr saß sie gerade in ihrem Wintergarten, als um 8.55 Uhr ein BMW-Fahrer mit voller Wucht in die Hauswand krachte und dabei auch den  Wintergarten zerstörte. Bei dem Unfall wurden große Teile des Badezimmers im Erdgeschoss des Hauses derart beschädigt, dass Einsturzgefahr bestand.

 Der Wagen musste vorerst in der Wand verbleiben.
Der Wagen musste vorerst in der Wand verbleiben. Foto: Kathrin Kellermann

Offenbar war der BMW morgens aus Richtung Frohntaler Straße bergauf laut Polizei mit hoher Geschwindigkeit und quietschenden Reifen auf der Hermannstraße unterwegs und aus zunächst unersichtlichem Grund nach links in die Hauswand des Einfamilienhauses gefahren. Am Fahrzeug lösten dabei sämtliche Airbags aus. Der Fahrer wurde bei dem Aufprall verletzt, konnte sich aber selbständig aus dem Fahrzeug befreien. Der 45-jährige Wermelskirchener wurde kurz durch einen Notarzt vor Ort behandelt und kam dann mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus, wo er stationär aufgenommen wurde. Die Hausbesitzerin erlitt bei dem Unfall eine leichte Kopfverletzung, die vor Ort von den Rettungskräften versorgt werden konnte.

 Ein BMW fuhr erst in die Hauswand, dann in den Wintergarten.
Ein BMW fuhr erst in die Hauswand, dann in den Wintergarten. Foto: Kathrin Kellermann

Die Feuerwehr der Wache Am Eickerberg rief einen Baustatiker zur Hilfe. „Die Situation ist sehr diffizil“, sagt Ingo Mueller, stellvertretender Leiter der Feuerwehr Wermelskirchen, auf Nachfrage dieser Redaktion. „Aktuell stützt der Wagen die Hauswand und wir müssen verhindern, dass die Wand einstürzt, wenn wir den Wagen bergen“, so Mueller an der Unfallstelle. „Bewohnbar ist das Haus aufgrund der statischen Situation aktuell nicht.“ Denn: Teile des Gebäudes sind bei dem Unfall herausgebrochen, so dass der Pkw zunächst in der Wand verbleiben musste, bis das Gebäude entsprechend abgestützt war.

Dem Fahrer wurde im Krankenhaus eine Blutprobe entnommen, um eine Beeinflussung von Medikamenten zu überprüfen. Nach aktuellem Ermittlungsstand geht die Polizei davon aus, dass der Fahrer den Unfall aufgrund einer psychischen Erkrankung herbeigeführt hat. Sein Führerschein wurde nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft beschlagnahmt. Der Pkw kann erst nach notwendigen Abstützarbeiten geborgen und abgeschleppt werden. Wie hoch der Schaden ist, steht noch nicht fest.