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Wermelskirchen: Über 300 Zuschauer verfolgen Online-Konzert von „Tante Silke“

Online-Konzert im AJZ Bahndamm : Über 300 Zuschauer „dis-tanzen“ mit „Tante Silke“ in den Mai

Online-Konzert von Wermelskirchener Quintett stößt auf großen Zuspruch und funktioniert technisch problemlos. Mit rund drei Sekunden Verzögerung erreichen Bild und Ton die Endgeräte der Nutzer.

Am Ende des fast dreistündigen Online-Konzerts zeigten sich die Musiker der Cover-Rock-Band „Tante Silke“ überwältigt von der Resonanz. „So viele Leute hätten in den Bahndamm gar nicht hinein gepasst“, stellte Gitarrist Jan Heumann mehr als zufrieden fest. Während des Live-Streams, knackte die Zuschauerzahl die 300er-Marke, wobei lediglich die Zahl der eingeloggten Endgeräte nachvollziehbar ist – wie viele Zuschauer letztlich vor einem Handy-, Tablet- oder PC-Monitor das Konzert verfolgten, lässt sich nicht ermitteln. Die fünf Musiker der Wermelskirchener Formation hatten angesichts der Corona-Pandemie unter dem Motto „Dis-Tanz in den Mai“ zum Online-Konzert geladen – statt des eigentlich geplanten Konzerts im Bahndamm.

Drei Wochen intensive Vorbereitung vor allem mit der Frage, welche technischen Voraussetzungen sind nötig, waren dem Online-Konzert vorausgegangen. Um den Mindest-Abstand möglichst immer einhalten zu können, spielten die Musiker nicht auf der Bahndamm-Bühne, sondern platzierten sich im Saal, wo sonst das Publikum feiert. Für Sänger Patrick „Paddel“ Wiese baute das Quintett eine Empore im Stil eines kleinen Laufstegs auf.

Vor dem Konzert reagierte der Frontmann auf die Kommentare, die sich auf der Bahndamm-Facebook-Seite und dem YouTube-Kanal gesammelt hatten: „Elbringhausen ist dabei, Dabringhausen natürlich auch und sogar Leute aus Münster schauen uns zu.“ Die Beiträge der Zuschauer ließen auf eine funktionierende Live-Übertragung, die mit etwa drei Sekunden Verzögerung die Endgeräte der Nutzer erreichte, schließen. So schrieb „Tolo Bassi“: „Sehr gute Qualität.“ Jutta Fischer postete drei applaudierende Hand-Paare, Oliver Hein lobte: „Danke Jungs, für den geilen Sound und euren Einsatz.“

Aus Sicht der Musiker von „Tante Silke“ kann das gelungene Experiment des Online-Konzerts gerne Schule machen. „Das ersetzt sicherlich keine richtigen Konzerte, ist aber in dieser Zeit, in der nichts stattfindet, eine Streicheleinheit für die Seele“, stellte Jan Heumann fest: „Wir wollten ein Konzert spielen, das die Bezeichnung verdient und lohnt, es sich anzuschauen. Deshalb haben wir den großen Aufwand betrieben, für den wir ja nun nicht wirklich auf Erfahrungswerte zurückgreifen konnten.“

Für die technische Umsetzung mit unter anderem vier Kameras und einem eigens verkabelten LAN-Netzwerk sorgten Marco Thieme (Ton), André „Polo“ Finger (IT), Maximilian Reinecke (Licht), Tommy Göbel (Kamera) und Patrick „Potrock“ Willeke (Regie).