Wermelskirchen: Tura Pohlhausen nimmt neuen Sportplatz in Betrieb.

Investition in die Zukunft des Vereins: Volksfeststimmung auf „Grüner Asche“

Bei der offiziellen Inbetriebnahme des neuen Sportplatzes in Unterpohlhausen war viel los. Im ersten Spiel auf dem neuen Fußballfeld unterlagen die „Allstars“ von Tura Pohlhausen dem Team der Stadt Wermelskirchen mit 2:5.

Vor dem Anpfiff wurde es den Kickern in ihren kurzen Hosen schon ziemlich kalt. Aber: Vor dem Eröffnungsspiel zur Einweihung der „Grünen Asche“ in Unterpohlhausen, wollte natürlich erst einmal das eine oder andere offizielle Wort gesprochen sein. Zum Glück für die Kicker fassten sich die Redner kurz. So konnten die Gäste, unten ihnen viele Nachbarn und Anhänger von Tura Pohlhausen sowie Vertreter aus Rat und Stadtverwaltung und von anderen Wermelskirchener Sportvereinen, schnell ihren Blick auf den neuen Fußballplatz richten, dessen Farbe die Sonne in kräftig-leuchtend-frischen Tönen erstrahlen ließ.

Mit Getränkeausschank und Grillstand herrschte auf der Terrasse vor den Umkleidekabinen von Tura Pohlhausen zur offiziellen Eröffnung der „Grünen Asche“ zufrieden-fröhliche Volksfestatmosphäre. Diese Gefühlslage fasste Dirk Hohlmann, Tura-Geschäftsführer, zusammen: „Für die Jugend, für die Zukunft hat es sich gelohnt, hier etwas zu machen.“

Beim Umbau des Fußballfeldes von einem altmodischen, inzwischen unbeliebten Ascheplatz in „Grüne Asche“, bei der Rasen auf einem „Asche“-Untergrund wächst, leisteten die freiwilligen Helfer von Tura 2100 Arbeitsstunden, was sich rechnerisch auf drei Monate am Stück summiert. Über insgesamt sieben Monate erstreckte sich der Umbau, bei den Einsätzen waren im Schnitt 30 bis 40 Tura-Helfer fleißig.

Dirk Hohlmanns Ehefrau, Angelika, musste in der Zeit des Umbaus oft auf ihren Gatten verzichten. Im Gespräch mit unserer Redaktion sagte sie während des Eröffnungsspiels lächelnd: „Ich habe die Hoffnung, meinen Mann jetzt wieder öfters zu Hause zu sehen – und das ist nicht nur ein frommer Wunsch.“

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Bürgermeister Rainer Bleek, einst aktiver Kicker bei Tura und nach wie vor Vereinsmitglied, lobte den Umbau des Platzes als „mutige, zukunftsweisende Entscheidung des Vereins“. In Bechen habe man in der Nachbarschaft ein Grün, das als Vorbild diente, gefunden: „Hoffentlich bringt das für Tura einen Schub, so dass hier bald wieder eine erste Herrenmannschaft spielt.“ Lachend dachte Bleek an Zeiten zurück, als er auf dem Ascheplatz, der auf den ersten Sportplatz in Pohlhausen aus dem Jahr 1923 zurückginge, „manch einen Blutstropfen vergossen habe“. Am Eröffnungsspiel der Tura-„Allstars“ gegen ein Team der Stadt beteiligte sich Wermelskirchens erster Bürger allerdings nicht als Spieler – das Pflichtbewusstsein setzte sich durch: „Das ist mir zu riskant. Ein falsches Auftreten und schon ist ein Muskelfaserriss da.“

Die „Allstars“ liefen in den rot-weißen Tura-Vereinsfarben auf, die Elf der Stadt in orangefarbenen Trikots und schwarzen Hosen. Unter der Leitung von Schiedsrichter Daniel Krug siegten die Vertreter aus Verwaltung und Politik deutlich mit 5:2\. Als die Stadt-Mannschaft mit 1:0 in Führung ging, kommentierte Zuschauer Klaus Kind: „Dass sich die von der Stadtverwaltung überhaupt bewegen können, ist ja schon ein Wunder.“

Trotz aller Freude über den fertiggestellten Platz dachte Tura-„Urgestein“ und Helfer Eduard „Ede“ Panter schon weiter: „Die regelmäßige Pflege des Platzes ist organisiert. Dazu müssen wir aber noch die Häuschen mit den Trainer- beziehungsweise. Spielerbänken anstreichen. Und das Gebäude mit den Umkleidekabinen kann auch einen neuen Anstrich vertragen.“

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