1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Todessturz im AJZ - Gedenkminuten bei Konzerten

Tödlicher Unfall in Wermelskirchen : Todessturz im AJZ - Gedenkminuten bei Konzerten

Der tödliche Unfall am Wochenende hat die Bahndamm-Macher „bis ins Mark erschüttert“. Am Mittwochabend gibt es ein gemeinsames Gedenken, bei den anstehenden Konzerten wird es Schweigeminuten geben.

Die Schockstarre des ersten Moments scheint überwunden, die Trauer bleibt. Nach dem tragischen Unfall (davon geht die Polizei bislang aus) mit tödlichem Ausgang, bei dem ein 28-jähriger Mann aus einem Fenster im ersten Stock des AJZ Bahndamm stürzte, haben die Aktiven von dem Betreiberverein „Jugendinitiative Wermelskirchen“ in einer Stellungnahme ihrer Trauer Ausdruck verliehen.

„Dieser schreckliche Unfall hat uns bis ins Mark erschüttert und wir werden den Verstorbenen lange im Gedächtnis behalten. Das Leben ist kostbar und jeder Tag einzigartig. Durch diesen furchtbaren Vorfall wird es uns schmerzlich bewusst“, formulierte ein Kreis um den Jugendinitiative-Vorstand Svenja Wallbrecher, Jan Heumann und Tobias Wittmann.

Weiter heißt es: „Wir möchten Trauer und Wut in Energie umwandeln und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Familie, Angehörige und Freunde unterstützen.“ Das werde jedoch in Abstimmung mit den Angehörigen des Verstorbenen geschehen: „Alle Worte der Anteilnahme können sicherlich im Moment nicht über den schweren Verlust hinweghelfen.“

Der 28 Jahre alte Mann, Drummer der Band „earthgrave“ sowie Mitorganisator der Konzertreihe „Grind here – rights now“, war am Sonntagmorgen aus dem Fenster einer Toilette gestürzt. Helfer hatten ihn vor der Tür gefunden.

Nichtsdestotrotz wird es bei den anstehenden Veranstaltungen im Bahndamm, unter denen angesichts der Vorverkaufszahlen das Konzert der „Red Hot Chili Peppers“-Tributeband „Psycho Sexy“ das publikumsträchtigste sein dürfte, auch Worte des Gedenkens geben: Zu den kommenden Konzertterminen werden Schweigeminuten abgehalten und dem Publikum in einer kurzen Ansprache der Grund dafür erklärt, da gerade bei auswärtigen Besuchern nicht immer davon auszugehen sei, dass diese von dem Unfall wissen.

Bereits am heutigen Mittwochabend, wenn der sogenannte wöchentliche „Bahndamm-Kneipenabend“ ansteht, soll ein gemeinsames Gedenken bei gedämpfter, ruhiger Musik erfolgen. Vor dem Bahndamm-Eingang haben Trauernde zahlreiche Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt.