Geändertes Testsystem Testchaos stellt Eltern und Schulen in Wermelskirchen vor Probleme

Wermelskirchen · Weil Labore mit PCR-Tests an ihre Grenzen geraten, müssen Eltern und Lehrer Flexibilität beweisen. Der Aufwand für die Grundschulen wird immer größer.

 Ein mobiles Test-Team bereitet sich im Klassenraum einer Grundschule auf eine Probenentnahme für PCR-Tests vor.

Ein mobiles Test-Team bereitet sich im Klassenraum einer Grundschule auf eine Probenentnahme für PCR-Tests vor.

Foto: dpa/Sina Schuldt

Jörg Steinwascher ist verärgert. Der stellvertretende Schulpflegschaftsvorsitzende der Schwanenschule stellt am Mittwoch fest: „Das System der PCR-Testungen an Grundschulen scheint zusammengebrochen zu sein.“ Es herrsche Chaos. Und tatsächlich konnte das Labor die Einzeltests der Schüler in dieser Woche wegen des hohen Testaufkommens nicht mehr auswerten. Das bedeutete: Die Klassen, in denen am Montag positive PCR-Pooltests vorlagen, mussten am Dienstag erstmal Zuhause bleiben. „Bisher war es so, dass im Fall eines positiven Pooltests automatisch die Einzeltests ausgewertet wurden“, erklärt Katrin Wagner, Schulleiterin der Schwanenschule. Bis 6 Uhr am nächsten Morgen bekamen Eltern eine SMS mit dem Ergebnis des Kinder: Positiv getestete Kinder mussten Zuhause bleiben, negativ getestete Kinder konnten in die Schule gehen. Schon diese Regelung habe von den Eltern riesige Flexibilität erfordert, sagt Steinwascher. Jeder zweite Tag habe mit Hoffen und Bangen begonnen.