Wermelskirchen: Tanz in den Mai fällt aus, Chris Steinke zieht sich zurück

Stattdessen Party in Wipperfürth : Der Tanz in den Mai in Wermelskirchen fällt aus

Die Party ist geplatzt: Der Wermelskirchener Veranstalter Chris Steinke hat den Tanz in den Mai abgesagt. Nach dem Wasserschaden im Bürgerhaus kann die beliebte Veranstaltung auch nicht in der Kattwinkelschen Fabrik stattfinden, die in den vergangenen Tagen als möglicher Ausweichort ins Gespräch gebracht worden war.

Chris Steinke ist sauer: Er hatte erwartet, dass ihm die Stadt für seine Veranstaltung zumindest eine kostenneutrale Ausweich-Location zur Verfügung stellt – schließlich treffe ihn keine Schuld an dem Wasserschaden, der den Boden im Bürgerhaus aufgeweicht hat. Dies sei nicht erfolgt, berichtet Chris Steinke und schüttelt den Kopf: „Ich sehe kein Interesse der Stadt an einer größeren Tanzveranstaltung und deshalb sehe ich mich gezwungen, mich als Veranstalter für Wermelskirchen zurückzuziehen.“

Es könne nicht funktionieren, dass er bei erhöhtem Aufwand und vor dem Hintergrund der Ereignisse rund um den Wasserschaden mehr Miete für die Bogenbinderhalle der Kattwinkelschen Fabrik zahlen solle als für das Bürgerzentrum: „Es nützt ja nichts, mir nur zu sagen, dass man mir helfen will, da müssen konkrete Maßnahmen folgen.“ Er habe Lösungen und Möglichkeiten angeboten.

„Es tut uns sehr leid für den Veranstalter“, konstatiert Hartmut Schüngel, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, zur Situation: „In der Kattwinkelschen Fabrik findet an dem zur Debatte stehenden 30. April bereits eine größere Veranstaltung im Bistro statt – das lässt sich nicht vereinen.“ Das Bürgerzentrum sei mit geöffneten Decken, Boden und Wänden nicht nur im Foyer, sondern ebenso im Saal eine Baustelle und damit dort jede Veranstaltung ein Sicherheitsrisiko. „Bis zum 29. April laufen im Bürgerzentrum die Trockner, unter Umständen sogar noch länger.“

Chris Steinke zieht zum Tanz in den Mai mit seinen DJs ins Wipperfürther „Kesselhaus“ um: „Wer Vorverkaufskarten für den Mai-Tanz im Wermelskirchener Bürgerzentrum gekauft hat, kommt damit an dem Abend ins Wipperfürther ‚Kesselhaus‘.“ Er denke über die Einrichtung eines Shuttle-Services von Wermelskirchen nach Wipperfürth und zurück nach. Bereits gekaufte Karten können, dort, wo sie erworben wurden, zurückgegeben werden. Bürger erhalten ihr Geld zurück.

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