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Wermelskirchen: Stadtverwaltung skizzierte Stand der Planungen fürs neue Hallenbad

Vorhaben passt in ein Leitprojekt des IKEHK : Baubeginn des Hallenbads 2021?

Die Stadt versucht, für das Bauprojekt im Hüpptal eine Förderung über das IKEHK zu bekommen. Die Fördergeber erwarten aber eine detaillierte Entwurfsplanung. In der Nachbarstadt Solingen wird ein neues Bad 2019 eröffnet.

Die Politiker im Sportausschuss der Stadt Wermelskirchen können ein wenig neidisch auf die Nachbarstadt Solingen schauen. Dort werden nächstes Frühjahr Schwimmer in dem neuen, barrierefreien Hallenbad Vogelsang, ein Neun-Millionen-Projekt, ihre Bahnen ziehen. Hier steckt das Wunschprojekt Schwimmbad hingegen noch in den Kinderschuhen. In der Sitzung des Sportausschusses skizzierten der Technische Beigeordnete, Thomas Marner, und Hartwig Schüngel, Leiter des Gebäudemanagements, was die nächsten Schritte hin zu einem neuen Hallenbad in der Hüppanlage sein werden. „Der Baubeginn könnte 2021 sein“, gab Marner eine vorsichtige Einschätzung ab.

Das Quellenbad ist bekannterweise abgängig, es ist nicht mehr mit einem vertretbaren Einsatz von Steuergeldern auf einen aktuellen Stand zu bringen. Stattdessen soll im Hüpptal oberhalb der Sportanlage ein neues Hallenbad errichtet werden. Da es genau in dem Areal liegen wird,  das auch in dem Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IKEHK) eine Rolle spielt, möchte die Stadt Fördermöglichkeiten ausloten. Denn es passt in eins der Leitprojekte des Konzepts, dessen Förderkonstrukt das von der Stadt beauftragte Düsseldorfer ASS Anfang dieser Woche den Politikern erläutert hatte: die Entwicklung des Hüpptals zu einem Ort für Spiel, Sport und Entspannung.  Das Hallenbad wäre darin das i-Tüpfelchen.

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Zurzeit prüfe die Stadt, wie hoch die Chancen einer Förderung des Neubaus sind, in welcher Höhe und welche Auswirkungen dies auf die Zeitschiene der Realisierung hat. Fest stehe, dass sich die Fördergeber nicht mit einer Architekturskizze  und groben Kostenschätzung zufrieden geben, sondern ausgearbeitete Unterlagen erwarten, eine sogenannte Entwurfsplanung, die bis ins Detail geht und eine Kostenauflistung enthält.

Doch bevor erste Pläne erstellt werden, müsse das Projekt europaweit ausgeschrieben werden, erläuterte Marner auf Nachfrage des Ausschussvorsitzenden Karl-Heinz Wilke. Eine beschränkte Ausschreibung für auf Schwimmbad-Bau spezialisierte Architekturbüros, wie dies in Solingen praktiziert wurde, sei nicht möglich.  „Es darf aber auch nicht jedes Büro mitmachen. Die Bewerber werden in Hinblick auf Eignung überprüft und müssen Referenzprojekte vorweisen können“. so Marner. Es steht allerdings noch nicht fest, ob die Ausschreibung für einen „Total-Unternehmer“ angelegt werden soll, bei dem Planung, Bau und Betrieb in einer Hand liegen. Oder ob die Stadt die Planung separat beauftragt. Bis 30. September 2020 müsste der Förderantrag mit dem Paket „Entwurfsplanung“ abgeben sein, um möglicherweise eine Förderung über das IKEHK zu erhalten. Bis zur Frist September 2019 werde dies offenbar  nicht zu schaffen sein.

Mitte Januar soll ein Arbeitskreis Hallenbad einberufen werden, sagte Wilke (CDU). Dieser soll vorab prüfen, welchen Weg die Stadt gehen könnte. Bereits beauftragt ist ein Projektsteuerungsbüro, das über Erfahrungen im Bereich Bäderbau verfügt. Es wird die Ablaufstruktur und Kosten im Blick behalten, da die Stadt dazu angesichts der Projektumfangs personell nicht in der Lage ist.