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Wermelskirchen: Stadt beteiligt sich mit 33.600 Euro an Kulturprojekt

Kultur in der Region : Stadt beteiligt sich mit 33.600 Euro an neuem Kulturprojekt

In Burscheid wird das bestehende „Haus der Kultur“ zu einem interkommunalen Projekt. Die beiden Städte und der Kreis übernehmen 144.000 Euro der Kosten. Auch das Land NRW schießt Geld hinzu.

In Burscheid gibt es das „Haus der Kunst“, das zurzeit als Veranstaltungsort genutzt wird. Es soll im Rahmen der Regionale 2025 zu einer sozio- und interkulturellen Begegnungsstätte für Burscheid und Wermelskirchen ausgebaut werden, um den Ansprüchen an den demografischen Wandel gerecht zu werden. So sieht es das verabschiedete „Interkommunale integrierte Entwicklungs- und Handlungskonzept Burscheid/Wermelskirchen 2030“ vor. Der Umbau wird über die Städteförderung finanziert. Das Heimatministerium des Landes hat eine Zuwendung in Höhe von 3,285 Millionen Euro bewilligt.

Beide Städte haben als Nachbarn ein reges soziales und kulturelles Leben. Das kulturelle Potential reicht vom Haus Eifgen über die Katt in Wermelskirchen bis zum Kultur Badehaus in Burscheid. Dazu die vielen Vereine und Initiativen in beiden Städten.

Weder eine zentrale Koordination noch eine grundlegende Analyse des Potentials wurden bisher durchgeführt. Neben dem Umbau des Gebäudes ist somit auch die Erarbeitung eines Kulturentwicklungsplans und der Aufbau eines interkommunalen Kultur- und Veranstaltungsmanagements für die beiden Städte vorgesehen.

Dabei übernimmt das Kulturmanagement die Funktion der kontinuierlichen Kommunikation, Koordination und Interaktion für die Verstetigung und Weiterentwicklung der kulturellen Angebote, heißt es jetzt in einer Beschlussvorlage für den Kreisausschuss.

Das Kulturmanagement trägt dazu bei, dass ein breites Spektrum des kulturellen Angebotes für unterschiedliche Altersgruppen entsteht und die Bevölkerung von Burscheid und Wermelskirchen die Möglichkeit erhält, sich in ihrem direkten Umfeld verstärkt mit Kultur zu beschäftigen. „Der zu entwickelnde Kulturentwicklungsplan sowie das Kulturmanagement sollen ein kulturelles Profil im Nordkreis mit Strahlkraft und Vernetzung darüber hinaus generieren“, wünschen sich die drei Partner.

Um das interkommunale Kulturmanagement zukünftig zu etablieren, soll parallel zu den Baumaßnahmen im Jahr 2021 eine neue Stelle dafür geschaffen werden. Das Kulturmanagement ist insgesamt für drei Jahre (2021 bis 2023) angelegt und kostet die beiden Städte und den Kreis zusammen 240.000 Euro. 144.000 Euro werden gefördert, den Rest müssen die Partner aufbringen: die beiden Städte jeweils 33.600 Euro und der Kreis 28.800 Euro.

Das künftige „Haus der Kulturen“ soll neue Möglichkeiten für lokale Vereine bieten. Es wird Platz für bis zu 400 Gästen gebaut, es soll ein repräsentatives Foyer und mehrere Kursräume geben. Durch einen hochwertigen architektonischen Um- und Ausbau soll die Ortsmitte der Stadt Burscheid belebt und gestärkt werden. Darüber hinaus soll durch den Umbau des Gebäudes der anliegende Luchtenber-Richard-Park sowie das städtebauliche Ensemble aufgewertet werden.