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Wermelskirchen: Stadt bekommt Bestattungswald

CDU-Antrag einstimmig angenommen : Wermelskirchen bekommt einen Bestattungswald

Der Ausschuss für Umwelt und Bau beauftragt die Stadtverwaltung einstimmig mit der Einrichtung eines weiteren Angebots für Beisetzungen. Die bremst aber die Hoffnung auf eine zügige Umsetzung.

Einstimmig folgte der Ausschuss für Umwelt und Bau einem Antrag der CDU-Fraktion, wonach die Stadtverwaltung in Wermelskirchen einen Bestattungswald einrichten soll. Für die Christdemokraten erläuterte Tobias Bösenberg, der beruflich als selbstständiger Bestatter tätig ist, das Ansinnen: „In den vergangenen fünf Jahren ist erkennbar geworden, dass das die Zukunft der Bestattungen sein wird.“ Dieser Trend sei eindeutig. Obendrein wäre ein Bestattungswald hoch lukrativ. „In der Nähe von Wermelskirchen gibt es nur den Trost-Wald in Odenthal, der seit 2014 bereits drei Mal vergrößert wurde“, sagte Bösenberg: „Im Nordkreis des Rheinisch-Bergischen Kreises gibt es keine Kommune mit einem derartigen Angebot – wir wären damit also Vorreiter.“

Für die Stadtverwaltung stellte der Technische Beigeordnete Thomas Marner fest: „Wir sollten das prüfen und uns einer solchen Entwicklung nicht verschließen – Wald haben wir ja genug.“ Allerdings machte Marner den Kommunalpolitikern keine Hoffnung auf eine zügige Umsetzung: „Ich sage nicht zu, wann wir damit fertig sein können. Alle drei Fach-Ämter in meinem Dezernat sind stark belastet.“

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Für die Einrichtung eines Bestattungswaldes müsse im Vorfeld viel organisiert werden. Ein geeigneter Standort müsse gefunden und eine Gebühren-Ordnung aufgestellt werden. „So ein Konzept dauert zwar, aber wir werden keine zwei Jahre dafür brauchen“, blickte Thomas Marner aus.

Ein Bestattungswald, der andernorts auch Urnen-, Begräbnis-, Ruhe- oder Friedwald genannt wird, ist ein genehmigter Beisetzungsort im überwiegend naturbelassenen Wald. Die Bäume werden erworben und mit Plaketten gekennzeichnet, um den Ort der Beisetzung anzuzeigen. Individuelle Gräber sind nicht erkennbar. Bepflanzungen durch Hinterbliebene, Bodenbearbeitung oder das Ablegen von Devotionalien sind unzulässig. Der Bestattungswald soll so naturnah und schlicht wie möglich gehalten werden. Den Trauernden wird auf diese Weise ein Ort geboten, an dem sie den Verstorbenen gedenken können, ohne die mitunter unerfüllbare Grabpflege-Verpflichtung.