Wermelskirchen: Sportlerehrung beim Neujahrsempfang im Rathaus

Neujahrsempfang im Rathaus : Ehrung für Weltmeister im Ehrenamt

Beim Neujahrsempfang der Stadt Wermelskirchen wurde Tura Pohlhausen zur „Mannschaft des Jahres 2018“ gekürt. „Sportlerin des Jahres“ ist Waltraud Klein, Schwimmer Yannis Merlin Willim darf sich „Sportler des Jahres“ nennen.

Eine Mannschaft muss auch im Sport nicht zwangsläufig das Team einer einzelnen Liga, sondern kann ein gesamter Verein sein. So sieht es zumindest die einstimmige Entscheidung des Sportausschusses, die Tura Pohlhausen zur „Mannschaft des Jahres 2018“ in Wermelskirchen gekürt hat. Damit würdigt die Stadt den engagierten, ehrenamtlichen Einsatz den Tura beim Umbau des Sportplatzes in Pohlhausen zur „Grünen Asche“ gezeigt hat. „Sportlerin des Jahre“ ist Waltraud Klein, „Sportler des Jahres“ Yannis Merlin Willim. Die drei Ehrungen nahmen der Stadtsportverbands-Vorsitzende Klaus Junge, der Sportausschuss-Vorsitzende Karl-Heinz Wilke, Der Stadtsparkassen-Vorstand Rainer Jahnke und der TuS-Vorsitzende Norbert Galonska beim Neujahrsempfang der Stadt Wermelskirchen vor gut 150 Besuchern im Bürgerzentrum vor.

Für Tura Pohlhausen nahm eine vierköpfige Delegation bestehend aus Heike Lehmann, Lutz Schellenberger, Walter Böse und Dirk Hohlmann die Ehrung entgegen, die mit einem Geldgeschenk von 500 Euro – gestiftet von der Wermelskirchener Stadtsparkasse – verbunden ist. Karl-Heinz Wilke betonte die Bedeutung des Sports und der Sportvereine als Faktor von Integration und Inklusion: „Unterschiedlichste Menschen einigen sich ganz einfach in Harmonie und Spaß auf einen gemeinsamen Nenner.“ Der Einsatz von Tura Pohlhausen sei eine beispielhafte Art und Weise von Engagement. Der Vereinsgeschäftsführer Dirk Hohlmann wäre der Politik so lange positiv auf die Nerven gegangen bis der Begriff „Grüne Asche“ in den Wortschatz aller Beteiligten Einzug gehalten habe: „Diese Hartnäckigkeit hat sich gelohnt.“

Wilke (CDU) richtete sogar einen Dank an Rainer Bleek, obwohl der Bürgermeister als Sozialdemokrat aus den Reihen einer anderen Partei stammt: „Ohne ihn gäbe es keine drei neuen Sportanlagen in Wermelskirchen.“ Dabei bezog Wilke das Eifgenstadion, wo gerade die Arbeiten zum Umbau erst beginnen, in seine Rechnung mit ein.

In der Laudatio für Waltraud Klein als „Sportlerin des Jahres“ bezeichnete Norbert Galonska das Tus-Mitglied als „Weltmeisterin im Ehrenamt für den Sport der Stadt.“ Unter anderem leitete Klein stattliche 20 Jahre WTV-Schwimmkurse und stolze 40 Jahre das Tus-Kinderturnen. Noch heute ist sie als Übungsleiterin im Frauenturnen oder Nordic Walking aktiv. Die Leistungen von Yannis Merlin Willim stellte Klaus Junge heraus: „Unter anderem wurde er über 200 Meter Brust in 2016 deutsche Jahrgangsmeister und 2018 deutscher Jahrgangsmeister der Juniorenklasse.“ Als jungen Mann, der seine Ziele kenne, aber dabei nie verbissen sei, lobte der Stadtsportverbands-Vorsitzende den Schwimmer, der seinen Wohnort Dabringhausen als „etwas für die Seele“ bezeichnet. Willim machte im vergangenen Jahr neben den sportlichen Erfolgen und 15 Trainingseinheiten pro Woche das Abitur, er studiert inzwischen Industrie-Design in Wuppertal.

Beim Neujahrsempfang hielt die Unternehmensberaterin Heike Schönmann einen Impulsvortrag unter dem Titel „Unternehmensziel Fachkräftesicherung“ und benannte den demografischen Wandel, die Digitalisierung, die Globalisierung und den gesellschaftlichen Wandel als die „Mega-Trends“ unserer Zeit: „Die einzelnen Generationen müssen zielgruppenorientiert angesprochen werden, wenn man sie erfolgreich erreichen will.“

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