Sportfest der weiterführenden Schulen in Wermelskirchen Schüler stellen sich im Eifgen dem Dreikampf

Wermelskirchen · Beim Sportfest zeigten die Fünft- und Sechstklässler aller weiterführenden Schulen ihr Können – Frust und Freude inklusive. Und bei den Staffeln wurde es besonders laut im Stadion.

 Höhepunkt des Sportfestes war der 8 x 50 Meter-Staffellauf – der allerdings begleitet war von einer heftigen Regenschauer.

Höhepunkt des Sportfestes war der 8 x 50 Meter-Staffellauf – der allerdings begleitet war von einer heftigen Regenschauer.

Foto: Jürgen Moll

Klara und Nele stehen in der langen Schlange vor dem Wurffeld. Die beiden Sechstklässlerin sind bester Stimmung. Beim Weitsprung haben sie schon wertvolle Punkte gesammelt. „Am meisten freue ich mich aber auf den Sprint“, sagt Nele. Die junge Handballerin würde sich gerne auch für die Staffel qualifizieren und für ihre Schule auf den 8 x 50 Metern antreten. Die beiden Schülerinnen freuen sich über den Sporttag im Dönges-Stadion im Eifgen.

Alle Fünft- und Sechstklässler der weiterführenden Schulen in Wermelskirchen treffen sich hier am Freitagmorgen zum Sportfest. Das Gymnasium ist ebenso dabei wie Sekundarschule, Gesamtschule und Verbundschule. Auf dem sportlichen Stundenplan steht der klassische Dreikampf: Springen, Werfen, Sprinten. Dazu kommen die Schulstaffeln – und wer mag, kann freiwillig noch die 800 Meter laufen.

„Das ist inzwischen eine schöne Tradition“, weiß Torsten vom Stein, Schulleiter der Gesamtschule. Es sei eine gute Gelegenheit für die Schüler, sich über die eigenen Klassen hinaus zu begegnen. Aber auch vom Stein weiß um die Diskussionen landauf und landab um sportliche Leistungsanforderungen an Kinder. Immer wieder wird dabei auch gefordert, das System der Beurteilung abzuschaffen – also statt Teilnahme-, Sieger- und Ehrenurkunden alle Schüler für ihren Einsatz auszuzeichnen. „Wir glauben aber, dass es für die Schüler auch wichtig ist, zu lernen mit diesen Situationen umzugehen“, sagt vom Stein. Das gehöre eben auch dazu: Erfolge feiern und Misserfolge aushalten. „Wer das nicht lernt, hat später zum Beispiel in mündlichen Prüfungen oft Probleme“, weiß der Pädagoge.

Im Eifgen steht das Treppchen für die Siegerehrung also schon bereit. Die drei verschiedenen Urkundenformate, Pokale und Geschenke sind vorbereitet. Die Fünftklässler allerdings treten zum ersten Mal nicht mehr im Wettkampf, sondern im Wettbewerb an. „Hier werden keine Weiten und Zeiten aufgeschrieben, sondern wir werten in verschiedenen Zonen“, erklärt Magdalena Zebrala vom Stadtsportverband, der das Sportfest gemeinsam mit den Sportlehrern ausrichtet. Jede Zone stehe für eine bestimmte Punktzahl: Der Leistungsgedanke werde etwas abgemildert.

Die Kinder machen sich unterdessen weniger Gedanken um diese Kategorien. Die einen sind keine großen Sportfans und würden lieber in den normalen Unterricht gehen. Sie kommen trotzdem in Bewegung. Die anderen, so wie Hanna und Alexandru, freuen sich über die Abwechslung: „Das ist besser als Schule“, befinden sie einmütig. Und einem Leistungsdruck sehen sie sich heute nicht ausgesetzt: „Hauptsache es macht Spaß“, bekunden die beiden, bevor sie beim Weitwurf an der Reihe sind – und sich gut gelaunt gegenseitig anfeuern.

Die Aufgabe der Riegenführer haben ältere Gymnasiasten übernommen. Sie notieren Punkte, pflegen das Computersystem und unterstützen die Sportlehrer der verschiedenen Schulen bei der Arbeit. Die Abiturienten des nächsten Jahres haben für kulinarische Köstlichkeiten gesorgt. „Es herrscht heute eine schöne Stimmung“, stellt Magdalena Zebrala fest.

Vor allem bei den Staffeln wird es dann laut auf dem Sportplatz: Denn jetzt feuern die Sechstklässler ihre Schulstaffel an – bevor der sportliche Tag im Eifgen endet und das Wochenende beginnen kann.