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Wermelskirchen: Sportausschuss vertagte Beschluss über Jugendfreizeitplatz

Sportausschuss schiebt Beschluss in den Stadtrat : Stadt will bei Firmen um Spenden für Jugendfreizeitplatz werben

Ein Treffpunkt für junge Leute soll er werden, ein Areal mit Anreizen, Sport zu treiben, zentral gelegen, mit dem Rad erreichbar: der Jugendfreizeitplatz an der Balkantrasse und an der B 51. Für das Projekt liegt eine Entwurfsplanung vor.

Es soll ein Multifunktionsfeld und eine Skatefläche beinhalten. Rund 750.000 Euro soll das Vorhaben kosten. Für einige Mitglieder im Sportausschuss war die genannte Summe in der jüngsten Sitzung Anlass genug, nach der Ursache für die Kostensteigerung zu fragen. Denn für die ursprünglichen Planungen eines Skaterparks waren circa 290.000 Euro angesetzt, 44.000 Euro wurden bereits in den städtischen Haushalt eingestellt. Jan Paas (WNKUWG) meldete Beratungsbedarf an und beantragte die Vertagung, Ausschussvorsitzender Karl-Heinz  Wilke (CDU) sprach von einer Kostenexplosion und bat um eine Gegenüberstellung der Kosten alt – neu. Der Beschluss wurde vertagt.

Wie berichtet, soll der Jugendfreizeitplatz das erste Projekt im Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IKEHK) sein, für das Fördermittel beantragt werden  – zusammen mit dem Grundförderantrag, für den Stadtrat im Dezember grünes Licht geben soll.

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Bürgermeister Rainer Bleek machte deutlich, dass  es sich bei der alten und der neuen Planung um zwei völlig verschiedene Projekte handele. Ursprünglich war nur eine asphaltierte Fläche geplant, die in Zusammenarbeit mit den Skatern mit Rampen bestückt werden sollte. Außenanlagen waren nicht vorgesehen, erinnerte Tiefbauamtsleiter Harald Drescher.

„2016 haben wir versucht, Förderprogramme anzuzapfen, aber es gab keine Zuschüsse mehr“, so Bleek. Dann schlug das mit dem IKEHK beauftragte Planungsbüro ASS vor, die Maßnahme ins Förderpaket aufzunehmen; von der Bezirksregierung gab es dazu positive Signale. Die Voraussetzung war, dass eine Entwurfsplanung erfolgt, die mehr als eine simple befestigte Fläche enthält. Die Qualitätsanforderungen an den Platz seien also deutlich höher. 900.000 Euro sollte die erste Planung kosten. Bleek: „Wir haben dann alle Betroffenen an einen Tisch geholt, um Einsparungen vorzunehmen.“ So wurde zum Beispiel auf eine Radladestation verzichtet.

Die jetzige Entwurfsplanung geht von einem Kostenvolumen von 750.000 Euro aus, von der Summe müsste die Stadt einen Eigenanteil von 40 Prozent leisten. Davon soll nun ein Teil über Spenden und Sponsoring in die Kasse kommen. 6000 Euro sind bisher gesammelt worden. Erst wenn der Stadtrat grünes Licht gebe, könne man an Firmen herantreten, sagte Bleek.