Wermelskirchen: Spielend lernen, wie ein Feuerlöscher funktioniert

Herbstfest der Freiwilligen Feuerwehr Dabringhausen : Spielend lernen, wie ein Feuerlöscher funktioniert

Das Herbstfest der Freiwilligen Feuerwehr Dabringhausen lockte bei bestem Spätsommerwetter viele Familien mit Kindern an das Gerätehaus an der Altenberger Straße.

Die Einsatzjacke war dem zweijährigen Bastian deutlich zu groß: Wie ein überdimensionaler Rock reichte sie bis zum Boden. Verzichten mochte niemand auf die übergeworfene Jacke. Beim Herbstfest der Freiwilligen Feuerwehr Dabringhausen am Gerätehaus an der Altenberger Straße konnte sich jeder im Feuerlöschen üben – ein besonderer Spaß für die Kinder, die am Nachmittag eine scheinbar nicht enden wollende Warteschlange bildeten. Gemeinsam mit seiner vierjährigen Schwester Charlotte kam Bastian zum Feuerwehrfest. „Wir sind für die Kinder hier. Die haben hier ihren Spaß“, sagte die Mutter.

Um die Übung mit dem Feuerlöscher kümmerten sich die Brandbekämpfer Tim Blaschek, Ralf Sichelschmidt und Tom Wittkopf. „Die Kinder freuen sich. Und letztlich lernen die Kids auf diese Weise ganz spielerisch, wie ein Feuerlöscher funktioniert. Es geht ja unter anderem um den Winkel, mit dem die Düse auf die Flammen gerichtet werden“, sagte Wittkopf. Geschätzte knapp 500 Füllungen mit Wasser schleppten die Feuerwehrleute in Feuerlöschern zur Übung: „Die sind etwa zu 50 bis 60 Prozent mit Wasser vom Hydranten gefüllt. Dazu kommt Druckluft, damit der Feuerlöscher auch sprudelt“, sagte Wittkopf. Auch an der „Haltestelle“ für die Rundfahrt mit dem 2018 angeschafften Tanklöschfahrzeug (TLF) bildeten sich bei bestem Spätsommerwetter lange Warteschlangen. Mit dem Fahrzeug ging es eine Runde von der Altenberger Straße über Höferhof und den „Interroll“-Parkplatz zurück zum Gerätehaus – unterwegs durfte auf dem Firmengelände auch das Martinshorn eingeschaltet werden.

Ein Dauerbrenner angesichts des Wetters: die „Slush Ice“-Maschine, die der Förderverein für die Freiwillige Feuerwehr anschaffte und von allen Löschzügen genutzt werden kann.

Mit Blick auf die eigens angefertigte Holzkonstruktion, um den vorderen Bereich des Gerätehauses für das Herbstfest zu überdachen, bemerkten Löschzugführer Sebastian Engelke und sein Stellvertreter Werner Eichholz: „Das werden wir wohl noch zwei Mal aufbauen müssen.“ Und Gruppenführer Achim Schmitz fügte scherzend hinzu: „Wir werden sehen, wie es mit dem neuen oder alten Bürgermeister nach der Wahl im nächsten Jahr voran geht.“ Gemeint ist die Zeit bis zum Bau des neuen Gerätehauses an der L101.

(sng)
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