Wermelskirchen Spiel, Spaß und Streichen bei der neunten Hoffnungswoche

Aktion in Wermelskrichen : Spiel, Spaß und Streichen bei der neunten Hoffnungswoche

Die Initiative verbindet handwerkliches und soziales Engagement. Seit 2011 machen in Wermelskirchen Jugendliche und Erwachsene mit.

In vielen anderen Städten, in denen die Initiative ursprünglich stattgefunden hatte, ist sie irgendwann eingeschlafen. Nicht so in Wermelskirchen. Zum neunten Mal fand die Hoffnungswoche dieses Jahr dort statt. Gemeinsam wollen Erwachsene und Jugendliche, unterstützt von Kirchengemeinden und dem Jugendcafé, durch handwerkliches und soziales Engagement Hoffnung vermitteln. André Frowein, einer der Organisatoren der Aktion, bringt es auf den Punkt: „Es wird oft viel geredet und gepredigt. Wir wollten stattdessen anpacken.“ Etwa mit Farbe und Pinsel, mit denen die Teilnehmer dem Gebäude neben dem Jugendcafé einen neuen Anstrich verpassten.

Begonnen hatte die Hoffnungswoche mit dem Streichen der Fassade schon am vergangenen Montag, dort war die Arbeit dank etwa 14 Helfer allerdings schnell erledigt. Ab Mittwoch ging es auf den Spielplatz an der Jörgensgasse, wo der Spaß erst richtig losgehen konnte. Für die Initiative hatten sich die Organisatoren jede Menge Spiele und Aktionen überlegt. Daran konnte jeder Spielplatz-Besucher teilnehmen. Für die Jugendlichen und Kinder gab es etwa den Schminktisch, wo man sich wahlweise in Einhorn, Drache oder Ninja verwandeln konnte.

„Am Mittwoch war am Spielplatz richtiges Sommerwetter“, sagt Diakonin Beatrix Fischer, die ebenfalls die Aktion begleitet. Etwa 70 Kinder seien dann gekommen und haben zusammen mit Jugendlichen und Erwachsenen gebastelt, Verstecken gespielt. „Die Kleineren haben uns dabei fast immer ausgetrickst“, sagt André Frowein. Ein weiteres Highlight waren auch die Bobby-Car-Rennen. Und auch wenn der Donnerstag regnerisch ausfiel, blieben die Teilnehmer wenigstens am Freitag trotz Wolken trocken.

Während die Kinder spielten, gab es für die Eltern einen warmen Kaffee oder ein Stück Kuchen. Sie konnten mit den Helfern der Initiative ins Gespräch kommen. „Wir haben über alles gesprochen“, sagt Beatrix Fischer. Man wolle niemanden bekehren oder missionieren, betont auch Frowein. Das komme bei den Menschen an. „Es scheint für die heutige Zeit eher untypisch, etwas einfach umsonst anzubieten“, sagt er. Genau das mache man aber in der Hoffnungswoche. Es gehe dabei darum, die Menschen in der Region kennenzulernen und gemeinsam mit den Jugendlichen Spaß zu haben. „Das Tolle ist, dass man nie weiß, mit wem man die Tage bei der Aktion verbringt“, sagt Frowein.

Spaß hatten die Kinder auch am Donnerstag bei dem Besuch der Wermelskirchener Feuerwache. Die Gäste brachten der Feuerwehr Süßigkeiten mit und bekamen im Gegenzug eine Führung durch die Wache. Die jungen Besucher erlebten dabei auch eine Fahrt mit der Drehleiter eines Feuerwehrwagens.

Den Abschluss für die Veranstaltung gibt es am Sonntag, 18. August, ab 10.30 Uhr auf der Kirmes in Dhünn. Dann beginnt dort ein Gottesdienst, der von der evangelischen Allianz organisiert wird.