1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Spendenaktion der Evangelischen Kirchengemeinde für Orgel-Restaurierung

Evangelische Kirchengemeinde Wermelskirchen : Die unbekannte Spendenaktion

Das Fundrasing-Team für die Restaurierung der Orgel der Evangelischen Kirchengemeinde hat eine Wunsch-Pinnwand in der Stadtkirche aufgestellt. Wie die Aktion angenommen wird, ist nicht klar.

Presbyterin Stefanie Schüller fehlt ein wenig die Rückmeldung. Anfang Juni hatte das Fundraising-Team der Evangelischen Kirchengemeinde eine Wünschewand in der Stadtkirche aufgestellt. Das Team, bestehend aus Jutta Benedix, Andreas Pumpa, Meinhard Felbick, Katarina Komuczki, Karin Eisleben, Ursel Ernhardt und Stefanie Schüller, wolle so in der für alle schwierigen Corona-Krise zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.

„Zum einen wollten wir einen Ersatz für die ausgefallenen Feste und Feiern sorgen, bei denen wir für die Restaurierung der Orgel – und andere Spendenaktionen – Geld gesammelt hätten“, sagt die Presbyterin. Zum anderen sei es darum gegangen, die Menschen in Zeiten der reduzierten Kontakte unter den Gemeindegliedern, für Momente der Begegnung zu sorgen.

Auf der Wünschewand können Angebote für kleine Gefälligkeiten hinterlegt werden, die von anderen Menschen aus der Gemeinde erfüllt werden können. „Gegen eine kleine Spende für unsere Orgel“, betont Stefanie Schüller. Etwa zwei Monate später seien schon viele Anfragen eingegangen. „Dabei sind auch kreative und liebevolle Angebote“, sagt die Presbyterin. So etwa eine Autoausfahrt durch das Bergische, die Einladung zu einem gemeinsamen Frühstück im Café Scheideweg in Hückeswagen oder eine Ladung Brennholz. Allerdings fehlt den Organisatoren der Aktion bislang die Rückmeldung, ob diese Angebote auch angenommen würden. „Allerdings haben wir 150 Euro an Spenden bekommen. Aber woher sie kommen, ist nicht nachzuvollziehen“, sagt Stefanie Schüller.

Eine Spende ist indes von Ursel Ernhardt und Susanne Kranz umgesetzt worden. „Ich habe einen Zettel aufgehängt, mit dem Angebot, bei anderen im Garten Obst zu ernten“, sagt Ursel Ernhardt. In Susanne Kranz habe sie ein Gemeindeglied gefunden, dass Bedarf hatte. „Unser Kirschbaum hat schon in den vergangenen drei Jahren unheimlich viel Obst getragen. Und auch in diesem Jahr war er wieder voll mit Kirschen“, sagt Susanne Kranz. Sie selbst sei jedoch in Urlaub gefahren, ehe die Kirschen reif waren. Daher habe sie dann beschlossen, das Angebot anzunehmen. „Vier Mal bin ich im Garten von Susanne Kranz gewesen, etwa zwölf Kilogramm Kirschen habe ich da geerntet“, sagt Ursel Ernhardt.

Stefanie Schüller ist an sich zufrieden mit der Aktion. „Die Pinnwand ist fast voll, ich habe auch von verschiedenen Seiten positive Rückmeldung bekommen“, sagt die Presbyterin. Allerdings hoffe sie noch auf Erfahrungsberichte. „Wir würden uns freuen, wenn die Teilnehmer an der Spendenaktion helfen würden, sie bekannter zu machen“.

Auch jenseits der Wünschewand versucht die Gemeinde, Spendengelder zu sammeln – trotz des Ausfalls des Zwölf-Stunden-Konzerts oder des Stadtkirchenbasars wolle die Kirchengemeinde zum einen Geld für die Orgelrestaurierung sammeln und auch die zahlreichen Hilfsprojekte der Gemeinde unterstützen. „Für den ursprünglichen Kirmes-Sonntag überlegen wir, im Kirchhof eine Kaffee-Angebot mit Kinderbelustigung zu veranstalten. Auch einzelne Gemeindeglieder wollen auf individuelle Art und Weise an Spenden kommen“, sagt Stefanie Schüller.

Kontakt per E-Mail unter info@wir-fuer-ekwk.de oder ☏ 0176 / 92409389