Wermelskirchen: SPD fordert bessere Unterbringung und Betreuung Obdachloser

Ein Hausmeister solle nach dem Rechten sehen : SPD fordert Verbesserung bei der Betreuung Obdachloser

Klagen und Beschwerden der Anwohner über die Situation rund um die Obdachlosenunterkunft in Kenkhausen haben die SPD auf den Plan gerufen. Die Fraktion stellt einen Antrag für die nächste Ratssitzung am 25. März, die Betreuung Obdachloser und deren Unterbringung zu verbessern.

Unmittelbare Nachbarn der Einrichtung hatten sich über nächtliche Ruhestörung bis hin zur Bedrohung, Sperrmüll, der lange Zeit vor dem Haus liegen bleibe, Randale beschwert und die Überfüllung der Unterkunft kritisiert. Mitglieder des Sozialausschusses schauten sich die Räume daraufhin vor ihrer jüngsten Sitzung an. Und Ordnungsamtsleiter Arne Feldmann räumte den Politikern gegenüber ein, dass die Unterkunft „voll bis zum Rand“ sei, die Stadt aber keine Ausweichmöglichkeit habe.

Die SPD-Fraktion hält daher Änderungen bei der Unterbringung von Obdachlosen für notwendig, so Bilstein: „Die derzeitige Regelung, bei der die betroffenen Personen sich selbst überlassen bleiben, hat sich nicht bewährt.“ Die Räumlichkeiten seien stark verwahrlost, die Anwohner fühlten sich seit Jahren über Gebühr gestört.Die Nutzung der Einrichtung über 24 Stunden entspreche im Übrigen nicht der eigentlichen Funktion einer Unterkunft für Obdachlose. Die Fraktion sei der Auffassung, dass in der Unterkunft in Kenkhausen – wie in anderen Städten mit vergleichbarer Nutzung auch – ein Aufenthalt nur für eine bestimmte Zeitspanne erlaubt sein soll: für die Übernachtung, also etwa von etwa 17 Uhr bis 8 Uhr. „Um das sicherstellen und ein Mindestmaß an Ordnung in und um das Gebäude herum gewährleisten zu können, muss zumindest stundenweise ein Mitarbeiter der Stadt vor Ort sein, der dort Hausmeistertätigkeiten ausübt und Ansprechpartner der Obdachlosen wie der Anwohner ist“, schlägt die SPD vor. Die Unterkunft solle außerdem von der Stadt regelmäßig gereinigt werden. Mit dieser Regelung könne sichergestellt werden, dass ein Mindeststandard an Sauberkeit und Hygiene gewährleistet ist. „Dezernent Thomas Marner hatte im Rahmen der Begehung bereits versprochen, bauliche Maßnahmen zum Beispiel gegen den Schimmelbefall durchführen zu lassen“, erinnert Bilstein an die Diskussion im Sozialausschuss.