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Wermelskirchen: Spatenstich für Neubau auf dem Loches-Platz voraussichtlich 2020

Investor rechnet mit zwei Jahren Bauzeit : Start für Loches-Platz-Neubau 2020

Schausteller werden noch einmal zur Kirmes auf dem „alten“ Loches-Platz ihre Fahrgeschäfte aufbauen. Den Bauantrag will der Investor, die Grundbesitz GmbH der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, zum Jahresende einreichen.

Dieses Jahr wird der Loches-Platz nicht mehr so bleiben wie er ist. Baustart für das geplante neue Gebäude wird zwar voraussichtlich erst kommendes Jahr sein, Fertigstellung 2022. Diese Einschätzung äußert der Investor. „Wir befinden uns mit der Vorplanung auf der Zielgeraden“, skizziert André Held, einer der Geschäftsführer der Grundbesitz GmbH der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg, der Investor, die Zeitschiene. Nach der Kirmes im September sollen bereits die Abrissarbeiten auf dem Grundstück beginnen, ergänzt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter.

„Läuft alles reibungslos, haben wir zum Jahresende einen rechtskräftigen Bebauungsplan, so dass wir den Bauantrag einreichen können“, sagt Held. Zuvor muss der Stadtrat noch Grünes Licht geben. Ob in diesem Jahr noch andere vorbereitende Arbeiten wie beispielsweise Baumfällungen laufen können, werde mit der Stadt eng abgestimmt. Held: „Wir machen nur das, was die Stadt uns zugesteht.“ Somit  ist klar, dass die Schausteller in diesem Jahr noch den alten Platz wie gewohnt nutzen können.

Wie berichtet, weicht die derzeitige Bebauung einem großen, modernen Gebäudekomplex mit gläserner Front und einem vorgelagerten Kundenparkplatz. Das Terrain hat die Stadt nach politischem Beschluss im vorigen Jahr an den Investor verkauft. Ziel war von Anfang an, dass an dieser Stelle wieder ein Einzelhandelsstandort etabliert wird, um die Nahversorgung in der Innenstadt zu gewährleisten und damit auch den Einkaufsstandort im Kern Wermelskirchens zu stärken.

Von außen betrachtet, wirkt die Phase nach dem Grundstücksverkauf wie ein Stillstand. Doch inzwischen hat der Investor, der Baurecht für just dieses Großprojekt schaffen soll, viel Vorarbeit für den detaillierten Plan geleistet. So wurden drei erforderliche Gutachten in Auftrag gegeben, die inzwischen vorliegen: ein Umwelt-, ein Verkehrs- sowie ein Schallschutzgutachten. Um diese erstellen zu können, müsse beispielsweise zuvor ermittelt werden, in welchem Turnus wie viele Lieferungen an die Lebensmittelmärkte erfolgen. Zur Erinnerung: Zwei Ankermieter für das Erdgeschoss stehen unter Vertrag: ein HIT-Markt als Vollsortimenter und der Discounter Norma, die voraussichtlich täglich neue Ware erhalten.

André Held vertritt den Investor als Geschäftsführer der Grundbesitz GmbH der Volksbank Rhein-Lahn-Limburg.    Foto: privat Foto: RP/privat

Thomas Marner lobt die Absprachen mit dem Investor im Rahmen des so genannten vorhabenbezogenen Bebauungsplans. „Durch diesen haben wir als Stadt Einfluss nehmen können. Der Investor ist kooperativ und auf viele Forderungen eingegangen. Oder wir haben einen guten Kompromiss gefunden“, so Marner. Ein Anliegen war, dass keine festen Anlagen wie Poller oder ein Abstellplatz für Einkaufswagen auf dem Platz installiert werden, um eine bestmögliche Nutzbarkeit für die Kirmes zu gewährleisten. Auch einem weiteren Wunsch wurde entsprochen: dass auf der Fassade hinter den Bürgerhäusern keine Plakatwand entsteht, die den optischen Eindruck des schönen Ensembles stören könnte. „Das wäre im Rahmen des Denkmalschutzes schwierig gewesen. In dieser Art des Bebauungsplans war es möglich“, bilanziert Marner.

Parallel haben die vom Investor beauftragten Fachplaner viel Detailarbeit geleistet. Zu der architektonischen Planung komme die Planung der technische Gebäudeausstattung, berichtet André Held. Noch seien nicht alle Flächen vermietet. Im Obergeschoss seien rund 300 Quadratmeter Fläche frei, auch im Erdgeschoss ist noch eine kleinere Fläche zu vermieten – vorzugsweise für  eine Einzelhandelsnutzung.