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Wermelskirchen: Sonderregelung für Maskenverweigerer

Bundestagswahl in Wermelskirchen : Sonderregelung für Maskenverweigerer

26.990 Wahlberechtigte sind am Sonntag zur Bundestagswahl in Wermelskirchen aufgerufen. 10.800 haben bereits per Briefwahl gewählt. 295 Wahlhelfer sind im Einsatz. Neun Direktkandidaten stehen im Wahlkreis 100 zur Wahl.

Endspurt für die Mitarbeiter im Direktwahlbüro der Stadtverwaltung: Dort türmen sich die Wahlkoffer und Corona-Kisten sowie die acht Wahlurnen für die Briefwähler. 10.800 Wahlberechtigte haben bereits ihre Stimmen abgegeben – ein neuer Rekord in Wermelskirchen. Vorsorglich hat die Stadt die Zahl der Briefwahlvorstände von sechs auf acht erhöht, damit am Sonntagabend nach 18 Uhr die Auszählung reibungslos funktioniert. Was ist sonst noch wichtig?

Wahllokale Die Stadt Wermelskirchen ist in 24 allgemeine Wahlbezirke eingeteilt. Dort kann am Sonntag von 8 bis 18 Uhr gewählt werden.

Was passiert, wenn man seine Wahlbenachrichtigung verloren hat? Das ist nicht schlimm. Der Wähler kann mit seinem Personalausweis ist sein Wahllokal gehen und sich dann ausweisen.

Ich weiß nicht, wo mein Wahllokal ist? Wer seine Wahlbenachrichtigung verloren hat und nicht weiß, wo er wählen gehen kann, ruft am Sonntag von 8 bis 18 Uhr einfach in der Stadtverwaltung unter 02196 710106 an. Dort bekommt der Wähler Auskunft. Das Wahllokal steht auf der Wahlbenachrichtigung.

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Plötzliche Erkrankung Auch da kann geholfen werden. Ein Bevollmächtigter, ausgestattet mit Attest, kann Briefwahlunterlagen am Samstag von 9 bis 12 Uhr im Direktwahlbüro abholen. Bis 18 Uhr am Sonntag muss der Wahlbrief mit Stimmzettel im Rathaus eingeworfen sein (Nachtbriefkasten. Ein Postversand ist nicht möglich.

Hygienemaßnahmen in den Wahllokalen Für die Wahlvorstände gilt keine 3G-Regel. Sie haben auch keine Maskenpflicht, wenn der Mindestabstand eingehalten wird. Die Stadt hat bereits Plexiglas-Trennwände aufgestellt. Die Wähler müssen beim Betreten des Wahllokals einen Mundschutz tragen.

Was ist mit Maskenverweigerer? Der Wahlvorstand ist befugt,. Maskenverweigerern des Wahlraums zu verweisen. Damit verlieren diese Personen aber nicht ihr Wahlrecht. Vor Ort muss der Wahlvorstand dann eine Lösung suchen. In der Regel werden Maskenverweigerer aufgefordert, zu einem späteren Zeitpunkt wiederzukommen, wenn kein Andrang herrscht. Eine andere Lösung wäre, dass alle anderen Wähler den Raum verlassen müssten, damit der Maskenverweigerer wählen kann. Diese Lösung gilt aber eher als unwahrscheinlich. Mit dem größten Andrang, so die Erfahrung, rechnet die Stadt vor und nach dem Kirchgang sowie vor und nach dem Kaffeetrinken. Personen, die durch ein ärztliches Attest nachweisen können, dass sie von der Maskenpflicht befreit sind, sind hiervon ausgenommen.

Einlasskontrolle Es wird in den Wahllokalen eine Einlasskontrolle geben, um die Hygieneschutzmaßnahmen zu überprüfen. Die Stadt empfiehlt, dass sich Wähler ihren eigenen Kugelschreiber zur Wahl mitbringen.

Wahlkoffer und Corona-Kisten Im Direktwahlbüro im Rathaus stapelten sich bis Freitag die Wahlkoffer und Corona-Kisten. In den Koffern sind die Unterlagen für den Wahlvorstände, die Corona-Kiste muss man sich als Erste-Hilfe-Kiste vorstellen. Dort gibt es Antigentests für die Wahlvorstände, außerdem Desinfektionsmittel und -tücher sowie eine Handvoll Masken. Die Wahlvorstände holen am Samstagvormittag ihre Koffer und Kisten ab. Die Wahlurnen stehen bereits in den Wahllokalen.

Zu welchem Wahlkreis gehört Wermelskirchen? Die Stadt gehört zum Wahlkreis 100 (Rheinisch-Bergischer Kreis). Außerdem gehören die Städte und Gemeinden Bergisch Gladbach, Leichlingen,. Burscheid, Kürten, Odenthal, Overath und Rösrath zu diesem Wahlkreis.

Hier noch einmal die neun Direktkandidaten? Neun Parteien haben ihre Abgeordneten im Wahlkreis 100 aufgestellt: Die CDU Hermann-Josef Tebroke, die SPD Kastriot Krasniqi, die FDP Christian Lindner, die AfD Harald Weyel, die Freien Wähler Uwe Wirges, die Grünen Maik Außendorf, die Linke Isabelle Casel, die Partei Die Basis Helga Aufmkolk sowie die Partei Volt Markus Blümke.

Hermann-Josef Tebroke (57) bewirbt sich zum zweiten Mal um einen Sitz im Bundesparlament. Er ist seit 2017 direkt gewählter Bundestagsabgeordneter für den Wahlkreis 100. Seit 2001 lebt er mit seiner Familie in Lindlar, war dort ab 2004 Bürgermeister und ab 2011 Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises.

Kastriot Krasniqi ist 28 Jahre alt und tritt zum ersten Mal an. Er ist gelernter Sozialversicherungsangestellter, zuvor war er auch im Wahlkreisbüro von Helene Hammelrath tätig.

Christian Lindner wuchs in Wermelskirchen auf und trat hier 1995 der FDP bei. Der heute 42-Jährige ist seit 2013 der 14. Bundesvorsitzender der FDP seit ihrer Neugründung. Von 2000 bis 2009 und erneut von 2012 bis 2017 war er Mitglied des NRW-Landtages. Seit 2009 ist er im Bundestag Heute ist er Fraktionsvorsitzender der FDP im Bundestag.

Maik Außendorf Der Diplom-Informatiker ist ein alter Hase im Bundestagswahlkampf: Nach 2013 und 2017 kandidiert er nun für die Bündnisgrünen zum dritten Mal. Auf der Landesliste steht er auf Platz 18.

Isabelle Casel (50) tritt für die Linke an. Sie ist freiberufliche Künstlerin, politische Aktivistin vor allem in der Friedensbewegung und Referentin. Sie war Kandidatin für die Europawahl 2009 und hat zu Gesellschaftsstudien 58 Länder bereist.

Harald Weyel bewirbt sich zum ersten Mal als Direktkandidat für die AfD im Kreisgebiet. Er ist seit 2017 Abgeordneter im Deutschen Bundestag. Damals kandidierte er für die Landesliste seiner Partei und rückte mit dem Listenplatz 3 – nach seinen Aussagen gegen den Widerstand der Parteispitze – ins Parlament ein.

Uwe Wirges ist von den Freien Wählern im Rheinisch-Bergischen Kreis aufgestellt worden. Der 59-Jährige ist Polizeihauptkommissar und kennt sich daher in der Kreisstadt und dem Kreis wie kaum ein anderer aus.

Helga Aufmkolk (62) tritt an für die neue Basisdemokratische Partei Deutschland Die Basis. Die Partei wurde im Juli 2020 gegründet, im Kreis am 17. März 2021 von 30 Mitgliedern. Sie war früher in der FDP, dann in der AfD bis zur Abwahl von Prof. Lucke.

Markus Blümke (48) Die neue europäische Partei Volt wird im Herbst zur Bundestagswahl antreten und hat Markus Blümke einstimmig zum Direktkandidaten für den Rheinisch-Bergischen Kreis gewählt, teilt sie mit.

Stimmzettel 27 Parteien stehen auf dem Stimmzettel. Der Wähler hat aber nur zwei Stimmen – eine für den Direktkandidaten, eine Zweitstimme für die Partei.