Wermelskirchen: So kommt die Sonne in den Tank

Wermelskirchen: Viele Einsatzmöglichkeiten für selbst erzeugten Strom

Solarstrom und Wärme vom eigenen Hausdach - eine reizvolle Idee. Finden jedenfalls der Rheinisch-Bergische Kreis, der Oberbergische Kreis, das Bergische Energiekompetenzzentrum, die Verbraucherzentrale NRW und die Kreishandwerkerschaft Bergisches Land.

Sie informierten jetzt gemeinsam über das Thema. Vor allem die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten für selbst erzeugten Strom überraschten hierbei, denn besonders effizient wird es dann, wenn verschiedene Technologien miteinander verknüpft werden.

Wer vom Benziner oder Diesel auf ein E-Auto umsteigt, sollte auch über eine eigene Solarstromanlage nachdenken. Das rät die Verbraucherzentrale NRW allen Eigenheimbesitzern. "Mit Solarmodulen wird das Hausdach zur Stromtankstelle für saubere und günstige Energie", sagt Energieberater Florian Bublies. Was dabei zu beachten ist, zeigt er in der aktuellen Aktion "Sonne im Tank". In beiden Kreisen werden die Klimaschutzmanager der Kreisverwaltungen rund um das Bergische Energiekompetenzzentrum spezielle Beratungsangebote durch die Verbraucherzentrale ermöglichen.

"Die durchschnittliche Solaranlage auf einem Einfamilienhaus liefert auf das Jahr gerechnet mehr Strom, als ein Privatwagen üblicherweise verbraucht", sagt Bublies. Das heißt konkret: "Rein rechnerisch macht eine eigene Solaranlage das klimaneutrale Fahren leicht. Die Herausforderung besteht darin, auf der Straße und im Haushalt möglichst viel eigenen Strom wirklich direkt selbst zu nutzen", sagen Anne Hölzer, Leiterin des Amtes für Infrastruktur und regionale Projekte vom Rheinisch-Bergischen Kreis, und Richard Orth, Effizienzmanager des Oberbergischen Kreises.

Um mehr Sonne in den Tank zu bekommen, sollten Batteriespeicher in die Überlegungen einbezogen sowie Kosten und Nutzen individuell geprüft werden, sagt Marcus Otto, Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Bergisches Land. Hier sei dann auch das Handwerk gefragt, denn es sollten alle Bausteine rund um Solaranlage, Ladestation und E-Auto gut aufeinander abgestimmt und intelligent gesteuert werden.

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"Eine Beschäftigung mit den Möglichkeiten rund um Photovoltaik, Solarthermie und Energiespeicher empfehlen wir unabhängig vom Thema Elektromobilität allen, die über geeignete Dachflächen verfügen", sagt Anne Hölzer. Einen ersten Eindruck, ob sich das eigene Dach für die Energieerzeugung aus der Sonne eignet, liefern die Solardachkataster der beiden Kreise unter www.solare-stadt.de/rbk und www.solare-stadt.de/obk, die in Kürze aktualisiert werden.

"Für interessierte Bürger veranstalten wir im Sommer eine Infoveranstaltung und beraten mit beiden Kreisen, dem Energiekompetenzzentrum, der Verbraucherzentrale und der Kreishandwerkerschaft zu dem Thema Solarenergie", kündigt Jens Eichner (Oberbergischer Kreis) an.

Nähere Informationen, den Solarrechner der Verbraucherzentrale sowie die Anmeldung für Beratungen gibt es unter Tel. 0211 33996555 und unter www.verbraucherzentrale.nrw/sonne-im-tank

(rue)