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Wermelskirchen: Sihna Maagé gibt Online-Konzert aus dem Wohnzimmer

Musikerin aus Wermelskirchen : Auf Stippvisite bei Sihna Maagé

Das Online-Konzert zur Veröffentlichung der CD „Alles gratis“ mutete an wie eine Stippvisite im heimischen Wohnzimmer der Sängerin und Gesangslehrerin.

Wenn die Sängerin und Gesangslehrerin von Musikschule und Kattwinkelscher Fabrik ins heimische Wohnzimmer einlädt: So fühlte sich das Online-Konzert von Sihna Maagé zur Veröffentlichung ihrer neuen EP-CD „Alles gratis“ an. An bis zu 63 Endgeräten in der Spitze verfolgten Zuschauer, die teils auch als Paar oder im Familienkreis zugeschaut haben, die einstündige Live-Übertragung via YouTube. Ungezählt bleiben diejenigen, die sich nicht bei dem Video-Internet-Kanal anmelden wollten und damit zwar dem Konzert folgen, aber nicht die Kommentar-Funktion nutzen konnten.

Zum Konzert nahm Sihna Maagé auf einer Couch Platz und wurde von Marcus Bielefeld, der seinen auf einem Hocker saß, an der Akkustikgitarre begleitet. Wenn auch virtuell mit Unterstützung digitaler Technik mutete das Konzert wie eine Stippvisite auf einen Tee, einen Kaffee, ein Bier oder einen Wein bei der in Wermelskirchen aufgewachsenen und inzwischen in Leverkusen wohnenden Sängerin an – fast so, als hätte sie kurz vorher angerufen und gesagt: „Komm‘ doch gleich mal vorbei und höre dir meine neuen Songs an.“ Auf diese Weise schuf die Musikerin eine möglichst persönliche, nahbare und gemütliche Atmosphäre. Folgerichtig spielten die 27-Jährige und ihr virtuos auftrumpfender Gitarrist die fünf neuen Stücke, die auf dem „Alles gratis“-Silberling verewigt sind. Als Zugabe setzte Sihna Maagé das Lied „Black tiger“ von ihrer 2017 veröffentlichten CD „Summer love“ oben drauf. Im Gegensatz zu diesem Erstlingswerk präsentiert Sihna Maagé mit „Alles gratis“ deutschsprachige Stücke – beim Konzert in der Reihenfolge: „Willst du“, „Zehn Jahre“, „Bunt und grau“, „Dein Gesicht“ sowie „Gratis“.

Immer wieder warf Sihna Maagé zwischen den Liedern einen Blick auf die Kommentare, beantwortete Fragen der Zuschauer, wie „Wie viele Instrumente spielst du?“ Antwort: „Gitarre seit ich 13 Jahre bin – ein paar Akkorde. Auch wenn ich erst später damit angefangen habe, bin ich eine bessere Pianistin.“

Eingangs wendete sich Sihna Maagé an die Zuschauer und beschrieb die für sie ungewohnte Situation eines Online-Auftritts ohne Publikum vor der Bühne: „Es ist super verrückt, dass ich euch nicht höre – keine Geräusche, kein Klatschen.“ Auf virtuellen „Applaus“ musste das Duo zumindest nicht verzichten: Den gab es in Form von klatschenden Emojis oder Komplimenten von den Zuschauern aus Gütersloh, Münster, Herzogenaurach und natürlich der heimischen Region. ‚Luca1605‘ kommentierte: „Sehr schön gesungen.“ Von ‚Johnny Sixtynine‘ gab es „Händegeklapper“ und ‚Resa K‘ schrieb: „Mega Gitarrist und tolle Sängerin.“ Kurz und knapp stellte Michael Faubel fest: „Voll schön.“