Wermelskirchen: Senioren-Wohnen in Dhünn fehlt Grundstück

Betreiber gesucht : Senioren-Wohnen in Dhünn scheitert bislang an fehlendem Grundstück

Der Verkehrs- und Verschönerungsverein sorgt sich um das Vorankommen des geplanten Senioren-Wohnens in Dhünn. Bislang gibt es weder einen Investor noch ein geeignetes Grundstück.

Mangels Betreiber hänge alles nach wie vor in Schwebe, meinte der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins, Frank Jäger, auf der Vereinsjahreshauptsammlung, zu der auch der Erste Beigeordnete der Stadtverwaltung, Stefan Görnert, und zahlreiche Vertreter anderer Dhünner Vereine gekommen waren. Nichtsdestotrotz treibt die Anwesenden das Thema Senioren-Wohnen in Dhünn weiterhin um. Die Anwesenden zeigten sich unisono davon überzeugt, dass ein Investor für ein entsprechendes Bauvorhaben sehr wohl zu finden sei.

Problematischer wäre hingegen das Finden eines bebaubaren Grundstücks und eines Betreibers. Dafür müsse ein Konzept her, mit dem sich für einen möglichen Betreiber eine Wirtschaftlichkeit darstellt. So würden Fachleute von mindestens 25 seniorengerechten Wohnungen plus Betreuungsstation und Cafetaria rechnen, damit sich ein Betrieb lohnt – das würde wiederum ein entsprechend großes Gebäude erfordern.

Der Beigeordnete Stefan Görnert bestätigte, dass die Diakonie inzwischen von der Idee, als Betreiber zu fungieren, Abstand genommen habe: „Da fehlt es an Kapazitäten, die Diakonie kann sich laut Geschäftsführer Peter Siebel bestenfalls die Übernahme von der ambulante Pflege vorstellen.“ Allerdings hätte es auch schon Gespräche mit „Carpe diem“, die Siebel selbst als Alternative ins Feld geführt habe, gegeben.

Frank Jäger fragte in die Runde: „Gibt es überhaupt einen Bedarf in Dhünn dafür – wie kriegen wir das heraus?“ Dem hielt Stefan Görnert entgegen, dass ein Angebot durchaus auch Nachfrage schaffe und die Stadt bereit sei, die Rahmenbedingungen für solch ein Projekt zu schaffen. Das Ansinnen untermauerte Frank Jäger erneut: „Es muss doch möglich sein, dass Dhünner Einwohner hier vor Ort ihr Alter verbringen, wenn sie das Dorf nicht verlassen möchten.“

(sng)
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