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Wermelskirchen: Sekundarschule am Weyersbusch vereint

Schullandschaft in Wermelskirchen : Sekundarschule am Weyersbusch vereint

Die neuen Modulbauten sind bezugsfertig, die letzten Klassen ziehen im Januar ein. Der Schulleiter spricht von einer großen Entlastung.

Schüler und Lehrer der Sekundarschule packen derzeit fleißig Kartons – allerdings nicht für Weihnachten, vielmehr werden für den Umzug in die neuen Gebäude am Weyersbusch Utensilien für das Umzugsunternehmen eingepackt und beschriftet. Schulleiter Dietmar Paulig wirkt etwas gestresst, gleichzeitig auch erleichtert. „Ich bin zufrieden. Dass wir jetzt aus der Dependance an der Rot-Kreuz-Straße ausziehen, ist ein schönes Weihnachtsgeschenk.“ Nach den Weihnachtsferien bis Mitte Ende Januar sind alle Klassen auf dem Gelände am Weyersbusch vereint. Dafür wurde zwei neue Modulbauten auf ehemaligen Schulhöfen errichtet.

Marvin Schmitt (14) ist mit seinen Mitschülern aus der achten Klasse im Erdgeschoss des oberen Modulbaus untergebracht. „Der Klassenraum ist gut, aber er ist länger und schmaler. Wir haben dadurch eine neue Sitzordnung.“ Und seine Mitschülerin Lara Latuske (13) ist von der Farbgestaltung angetan. Im Parterre leuchten Böden und Wände in einem Zitronengelb, in der Etage darüber dominiert ein helles Grün. Die Räume sind modern, lichtdurchflutet, schallgedämmt und jeweils mit einem „active board“ ausgestattet, das dank Beamer als multimediales Unterrichtsgerät dient. Tafeln gibt es längst nicht mehr.

Blick im den Flur im Parterre: Böden und Wände sind einheitlich in einem mutigen Zitronengelb gehalten. Foto: Solveig Pudelski

Die Raumsituation mit zwei Standorten – dem Erne-Bau an der Rot-Kreuz-Straße und den Gebäuden am Weyersbusch – hatten Paulig und dem Kollegium eine große Mehrbelastung beschert: „Die Lehrer wechselten drei, vier Mal täglich den Standort.“ Aufsichtspläne wurden doppelt erstellt, der Vertretungsunterricht war aufwendiger zu organisieren. „Wir konnten nicht immer pünktlich sein zum Unterrichtsbeginn.“ Jetzt überwiegt die Freude über den Raumgewinn und die neuen, schönen Klassenräume. Wertvolle Geräte wie Mikroskope und Musikinstrumente haben die Kollegen und er selbst mit dem privaten Pkw transportiert. Überflüssiges Altmaterial wurde entsorgt.

 „Die Modulbauten sind abgenommen und bezugsfertig“, sagt Hartwig Schüngel vom städtischen Gebäudemanagement. In den oberen Trakt ziehen die achten, neunten Klassen bereits jetzt ein, der untere Trakt soll im Januar von den siebten Klassen bezogen werden. Und die fünften, sechsten Klassen wechseln in den D-Bau, direkt gegenüber dem Modul-Naubau.

Blick  in einen Klassenraum: Auf der Stirnwand ist ein „active board“ installiert, bereit für den multimedialen Einsatz.  Foto: Solveig Pudelski

Zum Hintergrund: Für die bauliche Erweiterung war am Weyersbusch noch Platz auf Schulhöfen vorhanden. Statt Massivbauten zu errichten, entschied sich die Stadt als Schulträger für eine Modulbauweise. Denn der Standort Weyersbusch ist eine Interimslösung. Wie berichtet, wird auf dem Gelände der ehemaligen Realschule ein Neubau errichtet. Sobald der Erne-Bau geräumt ist und die Volkshochschule in den Altbau am Weyersbusch zieht, könnten die Schadstoffsanierung und Abrissarbeiten beginnen, so Schüngel. Dafür werde das Grundstück eingezäunt und somit gesichert. Im Gebäude waren PCB-haltige Stoffe entdeckt worden, eine Spezialfirma werde sie fachgerecht abtragen und entsorgen. Sobald nun die letzten Klassen das Feld an der Rot-Kreuz-Straße geräumt haben, kann die Firma Erne dort ihre Module zurückbauen.

Bis der Neubau der Sekundarschule an der Rot-Kreuz-Straße bezugsfertig ist, werden alle Klassen der Sekundarschule in den verschiedenen Gebäuden bleiben. Bisher geht die Stadt davon aus, dass der Einzug in den Neubau im Jahr 2024 erfolgt.