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Wermelskirchen: Schüler lassen ihre Impfpässe prüfen

Aktion in Wermelskirchen : Schüler lassen ihre Impfpässe prüfen

Um für die Bedeutung von Impfungen zu sensibilisieren, führt der Kinder- und Jugendärztliche Dienst des Rheinisch-Bergischen Kreises Jahr für Jahr eine Impfpass-Aktion an Schulen durch. Insgesamt 1185 Impfpässe von Siebtklässlern wurden im ersten Jahresquartal kontrolliert.

Mit dabei waren auch die beiden weiterführenden Schulen aus Wermelskirchen.

Die fünf Schulen, die bei der Aktion prozentual die meisten Pässe vorlegen, werden mit Geldpreisen belohnt: Auf Platz 1 war in diesem Jahr etwa die Städtische Realschule Rösrath. Unter die ersten fünf schaffe es die Sekundarschule Wermelskirchen leider nie, sagt Schulleiter Dietmar Paulig. „Allerdings liegen wir immer im Mittelfeld und gehen offensiv mit dem Thema um.“ Vor der Aktion informiere die Schule die Eltern in einem Schreiben, das – wenn nötig – auch in eine Fremdsprache übersetzt wird. Auch das Gymnasium Wermelskirchen nimmt regelmäßig an der Aktion teil. Allerdings sei die Teilnahme-Quote unter den Schülern eher mittelmäßig, sagt Andree Sohmen, pädagogischer Leiter des Gymnasiums und Leiter des Sanitätsdiensts. „Die Impfpässe, die abgegeben werden, sind jedoch immer gut geführt“, sagt er.

Die Ärzte des Kinder- und Jugendärztlichen Dienstes kontrollieren die abgegebenen Impfpässe im Hinblick auf die Impfungen, die die Ständige Impfkommission (Stiko) standardmäßig empfiehlt. Die Schule informiert die Eltern, falls die Pässe nicht vollständig ausgefüllt sind. In diesem Jahr lag ein besonderes Augenmerk auf der HPV-Impfung, die vor einer Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs schützen soll. Die Eltern erhielten beispielsweise Informationen darüber, warum die Impfung inzwischen auch für Jungen empfohlen wird.

Viele der Schüler kamen der Empfehlungen der Ärzte anschließend nach – das zeigten anonymisierte Rücklaufbögen der Ärzteschaft. „Dieser positive Trend macht deutlich, dass die Aktion im Hinblick auf die Gesundheit der Jugendlichen sehr sinnvoll ist“, sagte die Ärztin aus dem Kinder- und Jugendärztlichen Dienst, Verena Gründel.