Wermelskirchen: Schatzsuche an der Kleinen Dhünn

Entdeckerwoche Aqualon in Wermelskirchen : Schatzsuche an der Kleinen Dhünn

Mädchen und Jungen erkunden die Natur mit GPS-Geräten.

Lotte (11) und Polly (8) beugen sich konzentriert über das kleine GPS-Gerät. „Es kann nicht mehr weit sein“, stellt Lotte schließlich fest. Der Platz zwischen dem Pfeil, der ihren Standort markiert, und der Zielfahne, ist verschwindend gering. Keine Minute später verkündet das kleine Gerät: „Ankunft“. Aufmerksam blicken sich die Mädchen um. Und als sich nach und nach auch die anderen Gruppen zu ihnen gesellen, steht fest: Sie haben auch die zweite Station auf der Schatzsuche der besonderen Art erreicht. Gemeinsam mit Lysander (8) haben die beiden Mädchen eine Dreiergruppe gebildet und machen sich am Donnerstagnachmittag auf Einladung des Vereins „Bergische Wasserkompetenz-Region Aqualon“ auf den Weg entlang der Kleinen Dhünn.

„Ich mag die Natur, und ich mag Technik“, sagt Lotte, „das passt gut zusammen“. Und weil sie beim Kindergeburtstag bei ihrer Freundin bereits mit so einem kleinen GPS-Gerät unterwegs war, weiß sie auch, worauf sie sich einlässt.

Für alle Mütter und Kinder, die sich am Donnerstag mit der Navigationstechnik auf Neuland begeben, hat Max Appelshoffer von der Bergischen Agentur für Kulturlandschaft ein ganzes Paket an Informationen geschnürt. Er macht sich mit den kleinen Entdeckern auf die Spur von Breiten- und Längengeraden und von Satelliten, die GPS-Koordinaten überhaupt erst möglich machen. „Das ist die Welt, in der wir leben“, schwärmt der wissenschaftliche Mitarbeiter der Biologischen Station Oberberg und steckt die Kinder mit seiner Begeisterung schnell an.

Kaum haben die Jungen und Mädchen mithilfe des kleinen Geräts die nächste Station erreicht, versorgt Appelshoffer die Kinder mit Informationen über Flußläufe und Waldtypen, über Bäume und Blumen. Die Kinder pflücken Blätter, sehen genau hin, entdecken Alltägliches mit neuen Augen und lösen dann ein kleines Rätsel, um an die Koordinaten für die nächste Station zu kommen. Die geben sie dann akribisch in das kleine Gerät ein und lassen sich führen – quer durch Wald und Feld. Manchmal verpassen sie vor lauter fröhlichem Übermut ihre Station und drehen lachend noch mal um. Manchmal halten sie inne, um einen Ausblick zu genießen. Meistens aber sind die Kinder schnellen Schrittes unterwegs zum nächsten Ziel.

Dass sie dabei spielend die Region um die Kleine Dhünn entdecken und sich mit deren tierischen Bewohnern und pflanzlichen Gefährten vertraut machen, wird fast zur Nebensache.

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