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Wermelskirchen: Rückbau der Realschule läuft – im Mai beginnt Abriss

Realschule Wermelskirchen : Rückbau der alten Realschule läuft – im Mai beginnt der Abriss

Knapp 1,4 Millionen Euro kosten die Schadstoffentfernung und der Abriss des Gebäudes. Pläne für neue Sekundarschule werden im Frühjahr gezeigt.

Wer werkstags am Gelände der ehemaligen Realschule vorbeigeht, hat sie vielleicht schon einmal gesehen: Zwölf Mitarbeiter einer speziellen Fachfirma sind seit Januar dabei, das belastete Material aus der alten Schule zu entfernen. Zu ihrem Schutz sind sie in weiße Schutzkleidung gehüllt und auch mit Atemmasken ausgestattet. „Sämtliche Arbeiten werden unter Einhaltung der vorgeschriebenen Arbeitssicherheitsanweisungen durchgeführt“, informierte Hartwig Schüngel, Leiter des Gebäudemanagements, die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt und Bau in der Sitzung am Mittwoch.

Schüngel hatte auch Zahlen parat: Die Nutzfläche beträgt 7500 Quadratmeter, der Rückbau sei in zwei Arbeitsschritte unterteilt. Aktuell finde die Schadstoffentfernung statt, bei der alle in der Realschule und dem daneben gelegenen VHS-Pavillon vorhandene Schadstoffe entfernt und fachgerecht entsorgt werden. Dabei handelt es sich um 550 Kubikmeter künstliche Mineralfaser, 50 Tonnen asbesthaltige Dämm-Materialien, neun Tonnen gebundener Asbest-Zement, 4,5 Tonnen PCB-haltige Abfälle, eine Tonne PAK-haltige Abfälle, 16 Tonnen Bitumengemische, 33 Tonnen Polystyrol und 25 Tonnen Altholz. Geplant sei, so Schüngel, dass diese Arbeiten Ende Mai beendet sind, damit mit dem eigentlichen Rückbau begonnen werden kann, bei dem ab Mai die Bausubstanz abgerissen wird.

 1,365 Millionen Euro kostet der Rückbau der ehemaligen Realschule. Allein die Schadstoffentfernung kostet 890.000 Euro.
1,365 Millionen Euro kostet der Rückbau der ehemaligen Realschule. Allein die Schadstoffentfernung kostet 890.000 Euro. Foto: Hartwig Schüngel

Im Frühjahr dürften demnach diverse Sattelschlepper über das Gelände fahren, denn schon jetzt ist klar, welche Mengen abgefahren werden müssen. Insgesamt kommen durch den Abbruch der Realschule 2250 Tonnen Bauschutt zur Entsorgung zusammen, 750 Tonnen Bauschutt zum Wiedereinbau vor Ort, 100 Tonnen Gips, 168 Tonnen Glas, 50 Tonnen Metalle, 215 Tonnen Eisen/Stahl, sechs Tonnen Elektro und Elektronikschrott sowie vier Tonnen Fliesen und Keramik.

Bis September soll der Platz der ehemaligen Realschule dann geräumt sein, damit die Planungen für die neue Sekundarschule beginnen können. „Die Pläne für den Bau und für das ganze Umfeld der Schule sind noch nicht fertig“, sagt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter. „Wir haben etwa im April die Kostenrechnung fertig. Und sobald danach die Baupläne final sind, stellen wir diese der Politik vor.“