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Wermelskirchen: Riesiger Andrang am Schadstoffmobil

Sondermüll in Wermelskirchen : Riesenandrang am Schadstoffmobil

Die Autoschlange am Betriebshof reichte am Samstagvormittag zeitweise bis zur Bundesstraße zurück. Die Müllmengen am Mobil stapelten sich schnell. Ganz offensichtlich nutzen die Wermelskirchener die Corona-Zeit daheim, um Keller und Garagen, Gärten und Schuppen aufzuräumen.

Farbeimer und Flaschen mit Frostschutzmittel, Glühbirnen und Kleister: Die Müllcontainer am Schadstoffmobil waren Samstagmorgen schnell gefüllt. „Die Leute kommen heute am laufenden Band“, sagte Mitarbeiter Carsten Jakoby und nahm den nächsten Farbeimer an. Während beim Termin im April kaum einer seinen Müll am Schadstoffmobil abgegeben habe, herrsche dieses Mal Hochbetrieb – unter Einhaltung der Abstandsregelungen. Das ging so weit, dass zeitweise auch der Edeka-Parkplatz und die Kreuzung zur Bundesstraße betroffen waren.

„Jetzt scheinen sich die Menschen wieder rauszutrauen“, sagte Jakoby. Das führte dazu, dass sich die Müllmengen am Mobil schnell stapelten. „Ich hoffe, wir haben überhaupt genug Platz“, sagte er mit Blick auf die Schadstoffe nach zwei Stunden Hochbetrieb. Von 9 bis 12 Uhr nahmen die drei Mitarbeiter die Wäschekörbe voller Schadstoffe entgegen. Und die Wermelskirchener nutzten jede Minute. Martina Sieckendieck hatte ihr Auto abgestellt, um sich mit ihrem kleinen Korb voller Müll einen Weg zum Mobil zu bahnen. Und Norbert Wiemann drehte am Morgen noch mal um, als er die lange Schlange sah, in die sich die Menschen mit dem gebührenden Abstand einreihten. Gegen 11 Uhr kam er wieder und hatte mehr Glück: Er kam schnell an die Reihe und konnte seinen Eimer loswerden. „Ich bin im Vorteil, weil ich in der Nähe wohne“, erzählte er und lachte. Er habe die Zeit genutzt, um auch seine Grünabfälle zum Wertstoffhof zu bringen.

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Ganz offensichtlich nutzen die Wermelskirchener die Corona-Zeit Zuhause, um Keller und Garagen, Gärten und Schuppen aufzuräumen. Er habe beim Ausmisten im Keller eine alte Flasche mit Motoröl gefunden, berichtete ein Mann. „Ich wusste gar nicht, dass das da noch rumsteht“, sagte er und musste erfahren, dass Öl am Schadstoffmobil nicht kostenlos abgegeben werden könne. Dafür entstehe eine Gebühr. Viele andere Schadstoffe fanden aber kostenlos ihren Weg in die Container.

(resa)