1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Richtfest im Autobahnohr

In Wermelskirchen : Richtfest im neuen Gewerbegebiet

Dönges und Wetec bauen an der Autobahn ein neues Logistikzentrum und bereiten den Umzug von Remscheid nach Wermelskirchen vor.

Thomas Pletsch hat die kleinen Roboter schon vor Augen, die in einem Jahr in Halle 1 ihre Arbeit erledigen sollen. „Das wird ein automatisiertes Lager“, erklärt der Geschäftsführer des Unternehmens Dönges und Wetec beim Richtfest am Samstagvormittag den vielen Besuchern und deutet in die große Halle, von der bisher nur der Rohbau steht.

Rund 6000 Quadratmeter misst diese Halle, an die sich die Laderampen für die Lastwagen anschließen. Kleine Roboter sollen hier die Produkte aus den Regalen holen. Nebenan entsteht die zweite Halle auf einer ähnlichen Fläche. Dort sind 11.000 Pallettenplätze vorgesehen. Vielleicht schon Ende des Jahres, spätestens aber im März 2021 führt der Werkzeuggroßhändler Dönges und Wetec in dem neuen Gebäudekomplex an der Autobahn seine drei Remscheider Standorte zusammen. Der Rohbau des neuen Logistikzentrums steht nun – deswegen haben die drei Geschäftsführer Thomas Pletsch, Wolfgang Schulz und Ken Schmidt am Samstag zum Richtfest eingeladen. Viele Mitarbeiter sind gekommen, um sich ihren neuen Arbeitsplatz anzuschauen, auch die Wermelskirchener Politik, die sich über den Zuzug aus Remscheid freut, feiert mit.

Der Richtkranz schwebt seit Samstag über den Rohbauten. Viele Mitarbeiter schauten sich ihren künftigen Arbeitsplatz an. Foto: Moll, Jürgen (jumo)

Bei dieser Gelegenheit machen sich die Geschäftsführer mit Besuchergruppen dann auf den Weg über die Baustelle. Wer Thomas Pletsch dabei zuhört, der bekommt eine Ahnung, was sich die Unternehmensleitung am neuen Standort in Wermelskirchen wünscht. Zwischen Büro- und Lagergebäude ist eine breite Treppe mit Gartenlandschaft vorgesehen, zwei Cafeterien, ein eigenes Fitnesscenter und ausreichend Platz zur Erholung sollen entstehen – damit sich die Mitarbeiter auch begegnen können. Moderne Büros sind geplant und ein Lager, das modernen Ansprüchen genügt. „Unser neues Gebäude soll auch ein Argument für mögliche Mitarbeiter sein, die wir gewinnen wollen“, sagt Pletsch. Wenn es gut laufe, könnten bis zu 150 Menschen am neuen Standort Arbeit finden.

Die Rohbauten stehen; für die interne Infrastruktur muss aber noch viel bis zur Inbetriebnahme getan werden. Foto: Solveig Pudelski

Bisher gehören zum Team der Schwesternfirmen Dönges und Wetec etwa 100 Mitarbeiter. Und auch sie sollen sich an ihrem Arbeitsplatz wohl fühlen. „Vor allem für die Mitarbeiter im Lager bringt der Umzug eine deutliche Verbesserung“, sagt der Geschäftsführer. Und dann erinnert er an die positive Entwicklung des Unternehmens in den vergangenen Jahren, das stetige Wachstum, das allerdings mit Platznot einherging. Also mieteten Dönges und Wetec zusätzliche Flächen an und wuchsen weiter, soweit ihre drei Standorte es zuließen. „Seit Jahren sind wir auf der Suche nach einer Fläche, auf der wir genug Platz haben“, sagt Pletsch. Viele Gespräche seien dazu in Remscheid geführt worden – ohne Ergebnis. Der Standort in Wermelskirchen sei dann eher ein Zufall gewesen. „Ein glücklicher“, sagt der Geschäftsführer. Er sei nah genug, um für die Mitarbeiter erreichbar zu sein, liege direkt an der Autobahn und bringe viele Möglichkeiten mit sich. Aus der Enge wird nun Weite – vor allem im Lager. „So organisiert wie hier konnten wir seit Jahren nicht arbeiten“, sagt der Geschäftsführer.

Für die Mitarbeiter der Verwaltung sei der Umzug wohl noch mit viel Spannung verbunden – denn im neuen Gebäude entstehen moderne Großraumbüros statt der bisherigen kleinen Einheiten. „Wir haben mit den Abteilungsleitern zusammen geplant und hoffen, dass die Mitarbeiter sich am Ende wohlfühlen“, sagt Pletsch.

Und dann tritt er über die Schwelle des hellsten Raums auf der Baustelle. „Unser Showroom“, sagt er. Wie genau die große Halle mit Fensterfront zur Straße hin künftig genutzt wird, sei noch offen, sagt er. Am wahrscheinlichsten sei es, dass dort ein Shop für die Feuerwehrausrüstung eingerichtet werde. Dann könnten Feuerwehrleute das Material unter die Lupe nehmen, ausprobieren und auch gleich vor Ort kaufen. „Aber wir wollen diese Perspektiven in aller Ruhe entwickeln“, sagt Pletsch.

Bereits im September könnten die ersten Warengruppen samt Mitarbeitern in das neue Logistikzentrum umziehen. Bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. „Wir sind aber realistisch und gehen davon aus, dass wir im März 2021 den Umzug geschafft haben“, erklärt der Geschäftsführer. Bis dahin bewege sich die Gefühlslage in der Geschäftsführung zwischen Anspannung und Vorfreude.