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Wermelskirchen: Regionale 2025 plant zahlreiche Projekte

Projekte im Rheinisch-Bergischen Kreis : Regionale 2025 plant neue Mobilstationen

Im Sommer 2020 sind die ersten Standorte im Kreis mit einem Verleihsystem für E-Bikes ausgestattet worden. Bis 2022 soll eine schrittweise Umsetzung weiterer Bausteine für die Errichtung von 20 Verkehrsverknüpfungspunkten erfolgen.

Im Rahmen des Strukturförderprogramms „Regionale 2025“ sollen im Rheinisch-Bergischen Kreis bald zahlreiche Projekte umgesetzt werden. Herausforderungen, die in Angriff genommen werden sollen, sind dabei die kluge Nachnutzung von Beständen, die Etablierung regionaler Wertschöpfungsketten und die Weiterentwicklung der Erholungsinfrastrukturen. Unter anderem soll in diesem Zuge der Bau von 20  sogenannten Mobilstationen in allen acht Kommunen des Kreises erfolgen.

Die Stationen sind Verknüpfungspunkte mehrerer Verkehrsmittel an einem Ort. Dort sollen verschiedene Angebote sinnvoll zusammengeführt werden, um den Umstieg zu vereinfachen. Die Projektidee der Mobilstationen beruht auf einem modularen Bausteinsystem – bestehend aus unterschiedlichen Bausteinen wie einer Mitfahrbörse, Fahrradboxen, E-Carsharing und Park-and-Ride-Anlagen. Diese können auf jede Kommune individuell zugeschnitten werden.

Im Rahmen eines Pressegesprächs informierten Landrat Stephan Santelmann, Elke Reichert, Dezernentin im Rheinisch-Bergischen Kreis, Reimar Molitor, Geschäftsführer der Regionale 2025 Agentur sowie Thomas Kemme, stellvertretender Geschäftsführer der Agentur, über den aktuellen Sachstand des Landesstrukturprogramms und über die Projekte im aktiven Qualifizierungsprozess der Regionale 2025. Geschäftsführer Molitor dazu zunächst: „Die Themen der Regionale 2025 erfahren durch die Corona-Pandemie eine Bestätigung. Wir gehen davon aus, dass deshalb die Aufmerksamkeit für die Handlungsfelder und Themenlinien der Regionale 2025 weiter steigen wird. Das trifft vor allem auf die Aufgaben der strukturellen Transformation des Bergischen RheinLandes als zukunftsorientierter Lebensraum zu.“

Auch Landrat Santelmann verliert wohlwollende Worte. Er lobte die Kooperation der Kreise, Kommunen und der Regionale 2025-Agentur: „Wir haben eine unmittelbare Zusammenarbeit in den Fachbereichen und stimmen uns kreisübergreifend eng ab. Das führt dazu, dass wir schon jetzt erste Projekte in der Umsetzung haben. Gleichzeitig sehen wir, wie einzelne Vorhaben ineinandergreifen und interkommunal verzahnt sind. Ein Beispiel sind die Mobilstationen, die sowohl von Pendlern als auch von Touristen genutzt werden können.

Die Regionale 2025 verfolgt einen klaren Plan zur Profilierung des Bergischen RheinLandes.“ Derzeit befänden sich 37 Projekte im aktiven Qualifizierungsprozess, je nach Fortschritt im A-, B- oder C-Status, ergänzt Dezernentin Reichert. Bei 13 Projekten sei der Rheinisch-Bergische Kreis oder eine seiner Kommunen beteiligt.

 Das „Haus der Kultur(en)“ soll eine interkulturelle Begegnungsstätte werden und die Ortsmitte in Burscheid beleben.
Das „Haus der Kultur(en)“ soll eine interkulturelle Begegnungsstätte werden und die Ortsmitte in Burscheid beleben. Foto: Visualisierung: Archwerk Generalplaner AG

Ein Anfang bei der Errichtung einer Mobilstation wurde in Wermelskirchen dabei mit dem bereits in Betrieb genommenen E-Bike-Verleihsystem gemacht, das neben dem ehemaligen Bahnhofsgebäude gegenüber dem Busbahnhof eingerichtet wurde. Ein weiteres Projekt der Regionale 2025 ist das „Haus der Kultur(en)“. Dieses verfolgt einen interkommunalen Ansatz und wird im Verbund der Städte Wermelskirchen und Burscheid entwickelt. Das Vorhaben ist einer der Bestandteile des „Interkommunalen integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept Burscheid/Wermelskirchen 2030“. Weiterhin wird im Rahmen der Kooperation der beiden Städte eine Personalstelle für ein interkommunales Kulturmanagement geschaffen. Für den Betrieb soll ein eigener Trägerverein gegründet werden.

Beide Projekte, sowohl die Mobilstation als auch das „Haus der Kultur(en)“ befinden sich derzeit in der Fortschrittstufe A des Qualifizierungsprozesses.