Wermelskirchen: NRW-Ministerin Scharrenbach lobt zentrale Lage des geplanten Jugendfreizeitplatzes

Ina Scharrenbach per Rad nach Wermelskirchen : NRW-Ministerin lobt die zentrale Lage des Jugendfreizeitplatzes

Ina Scharrenbach legte in Wermelskirchen auf ihrer „Heimat-Tour“ mit dem Rad einen Stopp an der Brachfläche ein, die 2020 ein Treffpunkt werden soll.

Mittagshitze. Staub liegt in der Luft. Auf der Dellmannstraße rauscht der Autoverkehr vorbei. Ein kleines Empfangskomitee wartet schon im Schatten junger Bäume – darunter CDU-Bundestagsabgeordneter Hermann-Josef Tebroke –, als Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung, neben dem Gelände des zukünftigen Jugendfreizeitparks entlang radelt und am Ende des Schotterwegs in Höhe des Lidl-Marktes einen kurzen Stopp einlegt. Auf ihrer Heimat-Tour führt sie die zweite Etappe entlang des Radweges des Wasserquintetts und der Balkantrasse von Wipperfürth bis nach Leverkusen-Opladen. In Wermelskirchen wird in der Katt die Mittagspause eingelegt.

In gestreifter Bluse und weißer Jeans steigt sie von ihrem Leihrad ab, hebt den Helm ab und schaut auf die Brachfläche zwischen Lidl und der Fußgängerbrücke Am Wasserturm. Durchatmen an einem Punkt, der dank Landesförderung aufgewertet und nächstes Jahr zum Treffpunkt für junge Menschen werden soll. Die Förderzusage liegt seit einigen Tagen vor.

Einige Kilometer hat die Ministerin an diesem Vormittag auf ihrer  „Heimat-Tour“ per Muskelkraft auf dem Rad, ein Modell mit Riemenantrieb und elf Gängen, bewältigt, auch die Steilstrecke, die von Hückeswagen nach Bergisch Born führt. Bürgermeister Rainer Bleek, Thomas Marner, Technischer Beigeordneter, und Florian Leßke, Leiter des Amtes für Stadtentwicklung, haben sie dort in Empfang genommen – alle auf Fahrrädern. Mit anderen Begleitern, darunter die Bürgermeister Dietmar Persian (Hückeswagen) und Stefan Kaplan (Burscheid) sowie  die Fraktionsvorsitzenden Christian Klicki (CDU) und Jochen Bilstein (SDP) sowie Frank Schopphoff, Sprecher des ADFC, wird Ina Scharrenbach  bis zu der Fläche geführt. „Hier entsteht der Jugendfreizeitplatz“, erklärt Rainer Bleek und zückt den Entwurfsplan, auf dem die Spielfelder zu sehen sind. „Hier entsteht eine Betonfläche für Skater.“ „Haben Sie Kunstrasen?“, fragt die Ministerin angesichts der aktuellen Diskussion über das Verbot von Mikroplastik. Thomas Marner beruhigt sofort: „Für den neuen Kunstrasenplatz verwenden wir Sand als Untergrund.“

Problemmaterial droht auf diesem neuen Platz offenbar nicht. Ein Treffpunkt für Jugendliche solle hier entstehen, sagt Bleek. „Er ist verkehrsgünstig in Nähe des Busbahnhofs und der Innenstadt gelegen.“ In anderen Städten sind ähnliche Freizeitplätze für junge Leute geplant oder schon gebaut worden. Doch in manchen Kommunen fehle eine Freifläche, sagt Ina Scharrenbach im Gespräch mit der BM. Diese gute Anbindung hier und die Lage seien etwas Besonderes. Thomas Marner erläutert den Zeitplan. Die Ausschreibung sei zum Jahresende geplant, der Baustart solle im Frühjahr 2020 erfolgen. „Aber zunächst müssen wir weiter Spenden sammeln und auf Firmen zugehen“, sagt Bleek und verteilt Flyer, mit denen weitere Unterstützer gewonnen werden sollen. 750.00 Euro kostet das Wunschprojekt, das gleichzeitig das erste Förderprojekt im Integrierten Entwicklungs- und Handlungskonzept (IHEK)  für die Innenstadt ist. Die Stadt muss einen Eigenanteil von etwa 225.000 Euro aufbringen. Dafür trommeln auch die mitwirkenden Vereine wie Rollrausch, Flipoff, der ADFC Wermelskirchen und der CVJM Wermelskirchen.

Mit Menschen ins Gespräch zu kommen, ist Zweck der Heimat-Tour. „Städtebauliche Herausforderungen – das ist das Thema in vielen Städten“, sagt Ina Scharrenbach auf die Frage, was sie von dieser Radtour durchs Land als Fazit in ihr Ministerium mitnehme. Die Regionen leben von Vereinen, Machern und Ehrenamtlichen. „Viele sind stolz, ihre Heimat zu zeigen, Heimat ist Einzigartigkeit, bedeutet Identifikation“, sagt Scharrenbach und steigt wieder aufs Rad. Die Tour geht weiter.

Mehr von RP ONLINE