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Wermelskirchen: Neues Küchenstudio von Jörn Schneider eröffnet

Einzelhandel in Wermelskirchen : Neues Küchenstudio an unterer Eich

Der Wermelskirchener Jörn Schneider hat sich selbstständig gemacht – zum zweiten Mal. Der Start seiner Eventküche verzögert sich indes: Erst nach der Corona-Krise kann er zeigen, was alles machbar ist. Natürlich vor Publikum und mit Verköstigung.

Ziemlich gut angelaufen ist das neue Küchenstudio neue Küchenstudio JS-Küchendesign an der Eich 47 in den Worten von Inhaber Jörn Schneider. „Wir haben einen guten Start. Da bin ich positiv überrascht“, sagt der 56-jährige Wermelskirchener, nicht ohne Stolz in der Stimme. Vor rund zwei Wochen hat er mit seiner Frau Heike das Geschäft eröffnet, in dem Wermelskirchener nun ihre Küche planen (lassen) können.

Der Tischlermeister hatte früher in der Stadt eine Tischlerei, nach einem Arbeitsunfall hat er sich an der Möbelfachschule in Köln zum Küchenplaner umschulen lassen und ist dann an den Bodensee gezogen. Seit zwei Jahren lebt er nun wieder in Wermelskirchen. Dass er hier ein eigenes Küchenstudio eröffnen wollte, war für ihn seitdem klar. Schneider wollte nicht mehr als Angestellter arbeiten. „Ich habe gesagt, wenn wir nach Wermelskirchen zurückziehen, möchte ich hier selbstständig werden“, so der staatlich geprüfte Inneneinrichter für Küchen. Er hätte auch schon vor zwei Jahren eröffnet, habe aber keine passende Immobilie für die Geschäftsräume gefunden, sagt Schneider.

Die Räume an der unteren Eich, mit eigenem Kundenparkplatz, hätten lange leer gestanden, seien aber in einem nicht besonders guten Zustand gewesen. „Wir haben hier alles kernsaniert“, sagt Jörn Schneider. Vom Boden über die Wände bis zur Decke inklusive Elektrik – alles neu. Genau so wie die verschiedenen Küchenmodelle im rund 260 Quadratmeter großen Geschäft, bei denen es coronabedingt ein paar Lieferschwierigkeiten gegeben habe. Wie in der gesamten Branche. „Aber nichts, was die Eröffnung verzögert hätte. Corona war keine Bremse“, sagt Schneider. „Außerdem, in meinem Alter schiebt man so etwas nicht vor sich her.“

Jetzt ist bis auf ein paar Kleinigkeiten auch alles fertig. Eine Idee muss allerdings wohl noch auf ihre Umsetzung warten, bis die Pandemie vorbei ist: die Eventküche. „Hier sollen nach der Corona-Zeit Kochvorführungen stattfinden“, sagt Jörn Schneider und zeigt auf eine der Küchen im zweiten Stock, die mit sämtlichen Geräten ausgestattet ist. „Mit anschließender Verköstigung“, sagt Schneider. Ein großer Tisch daneben ist bereits gedeckt. „Ich möchte zeigen, was die modernen Küchen alles können,“ sagt der Wermelskirchener. Dafür will er sogar einen gelernten Koch engagieren.

Doch jetzt widmet sich Jörn Schneider erst einmal dem „normalen“ Geschäft. Bei ihm kann man ganz individuell seine Küche planen, ob mit oder ohne Elektronik und „genau typgerecht“. Bei einer vernünftigen Küche inklusive Geräte bewege man sich bei ihm dabei in einem Rahmen ab ungefähr 6000 Euro, sagt Schneider.