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Wermelskirchen: Neubau Kindergarten Forstring

Mehr Platz für 25 Mini-Wermelskirchener : Neuer Platz für mehr Kinder am Forstring

Ran an die Spaten und ab in die Baugrube: Der Kindergarten am Forstring wird erweitert, um noch mehr Plätze für kleine Wermelskirchener zu bieten. Im Februar soll der 150 Quadratmeter große Anbau fertiggestellt sein, damit eine neue Gruppe mit 25 Steppkes einziehen kann

Kekse und Spielzeug waren definitiv uninteressant für die Mädchen und Jungen im Kindergarten Forstring, als auf einmal die großen Bagger für die Vorbereitungen des neuen Anbaus anrückten. „Wir mussten irgendwann sogar Stühlchen und Bänke vor die Terrassentür stellen, damit die begeisterten Kinder dem Baggerfahrer bei seiner Arbeit zugucken konnten“, erzählt Katarina Schneider, stellvertretende Leiterin des Kindergartens, lachend.

Gebaggert wird zwar nicht mehr, aber von ihrem Platz in der ersten Reihe können die Kleinen nun die nächsten Bauarbeiter beobachten, die die Erweiterung des Gebäudes bis Februar 2021 fertigstellen sollen.

In dem zackenförmigen Anbau, den Architekt Arne Lausch konzipiert hat, sind auf 150 Quadratmetern Fläche ein neuer Gruppenraum, Schlaf- und Nebenräume, sanitäre Anlagen für Kleine und Große sowie eine Küche geplant, damit hier künftig 25 weitere Kinder betreut werden können.

1,2 Millionen Euro kostet das Projekt, in das Fördermittel vom Landesjugendamt einfließen und das notwendig wurde, weil etwa 220 Mini-Wermelskirchener noch keinen Kindergartenplatz haben. „Wir erweitern derzeit mehrere städtische Einrichtungen. Und wenn alles abgeschlossen ist, soll der Bedarf an Plätzen gedeckt sein“, versichert Bürgermeister Rainer Bleek, der zum Start des Neubaus am Kindergarten Forstring engagiert den Spaten schwang.

Aktuell kümmern sich Katarina Schneider und die anderen Erzieherinnen durch die Corona-Krise um etwa 15 Kinder in der Notbetreuung. Doch ab kommenden Montag ist wieder Regelbetrieb im Kindergarten angesagt, der Platz für 69 Kinder hat. Die Betreuung der Kinder ist hier voll gewährleistet. „Wir haben Glück und keine Ausfälle bei den Erziehern“, sagt Schneider erleichtert.

Zu den drei bestehenden Gruppen kommt im Februar dann die weitere Kita-Gruppe hinzu – „wenn bei den Baumaßnahmen alles glatt geht“, sagt Julia Prinz vom Gebäudemanagement. Wenn alle notwendigen Baugewerke nahtlos arbeiten können, ist das ambitionierte Zeitziel zu erfüllen und dann ziehen die 25 Dreikäsehochs pünktlich in ihre neuen Räumlichkeiten ein. Noch fehlen allerdings einige Ausschreibungen.

Dafür gibt es bereits einen Plan, um vor dem Kindergarten die Parkplatzsituation zu entschärfen, die einige Anwohner schon vor der Erweiterung besorgt beobachten. Bereits jetzt ist reger Andrang auf der Straße, wenn Mütter und Väter ihren Nachwuchs abholen. Deshalb wird umgebaut: „Der bestehende Parkplatz für Mitarbeiter wird neu strukturiert, damit wir drei weitere Stellplätze erhalten“, erklärt Thomas Marner, Technischer Beigeordneter.

Zusätzlich entstehen neue Plätze vor dem Kindergarten, die nicht wie bisher längsseitig, sondern quer an der Straße eingeplant sind, was sieben weitere Stellplätze schafft. „Mit insgesamt zehn neuen Parkplätzen erleichtern wir den Eltern die Hol- und Bringsituation und sorgen auch für Entlastung bei den Anwohnern“, so Marner. Möglich ist nämlich, dass die Kita-Parkplätze zeitlich bewirtschaftet werden und Anwohner und deren Besucher die Plätze außerhalb des Kindergartenbetriebs nutzen können.