„Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in Wermelskirchen Musikalisches Märchen zum Mitfiebern

Wermelskirchen · Das Sinfonieorchester Wermelskirchen präsentierte am Sonntagnachmittag „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ in der Aula des Gymnasiums.

Vor vollem Haus brachte das Sinfonie-Orchester Wermeslkirchen das Märchen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ auf die Bühne der Aula im Gymnasium.

Vor vollem Haus brachte das Sinfonie-Orchester Wermeslkirchen das Märchen „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ auf die Bühne der Aula im Gymnasium.

Foto: Wolfgang Weitzdörfer

Nach vier Jahren Pause, an denen natürlich auch die Corona-Pandemie schuld war, gab es am Sonntagnachmittag, kurz vor Herbstbeginn, aber noch mit durchaus heißen Sommertemperaturen ausgestattet, in der Aula des Gymnasiums endlich wieder ein Kinderkonzert des Sinfonieorchesters der Musikgemeinde Wermelskirchen zu hören.

Und ganz offensichtlich hatten die Kinder und ihre Eltern sowie Großeltern das Angebot nicht vergessen, denn die Sitzreihen waren gut gefüllt, als das Orchester unter der Leitung von Hamed Garschi die Bühne betrat. Als Gäste waren Tobias van de Locht als Sprecher und Simone Silberzahn als Sprecherin mit dabei – und gemeinsam hatte man Tobias van de Lochts Adaption des eigentlich klassischen Weihnachtsmärchens „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit im Gepäck.

Und gleich zu Beginn, als Ouvertüre, erklang dann auch die bekannte Titelmelodie von Karel Svoboda aus der tschechoslowakischen Verfilmung von 1973, die, alle Jahre wieder, die Vorweihnachtszeit einläutet. Das etwa halbstündige Stück, das am Sonntagnachmittag zur Aufführung gebracht wurde, konzentrierte sich natürlich auf die elementaren Stellen des Märchens – verkörpert wurden Prinz, Aschenbrödel, böse Stiefmutter oder die gehässigen Schwestern dabei von Simone Silberzahn und Tobias van de Locht, mal sprechend, dann auch singend.

Gleichzeitig sorgte das Sinfonieorchester für die abwechslungsreiche und sehr kindgerechte Musik. Dann wiederum pausierten die Musiker, während die beiden Sprecher munter die Geschichte vorantrieben – und das eine oder andere Requisit in Form etwa eines kleinen Schaukelpferds oder einer Krone einsetzten.

Die Musik hingegen war eine durchaus vielschichtige Variation besagter bekannter Titelmelodie, die doch immer wieder aus den einzelnen Musikstücken herauszuhören war. Das war vor allem für die vielen kleinen Kinder im Publikum eine hilfreiche Sache, da sie so nicht mit einem zu komplexen musikalischen Werk überfordert waren. Ansonsten war die Musik die durchaus leidenschaftlich gespielte Begleitung für das Märchengeschehen, das Simone Silberzahn und Tobias van de Locht mit viel und sichtbarem Spaß am Spiel am Bühnenrand präsentierten.

Und bisweilen wurde das Orchester auch ganz unmusikalisch eingespannt. Als es etwa darum ging, dass der Prinz das Aschenbrödel, das nach dem ersten gemeinsamen Tanz nur einen Schuh zurückgelassen hatte, „aus all den Damen am Hof“ heraussuchen wollte – erhoben sich wie aufs Kommando alle Musikerinnen auf der Bühne, sehr zum Amüsement des älteren Teils des Publikums.

Aber auch die Kleinen hatten viel Spaß daran, wie sich auch am lautstarken Applaus und Jubel am Ende des recht kurzen Stücks zeigte. Und selbstredend hatten die Augen der Kinder vor allem am Verlauf der Geschichte gehangen. Wie würde es ausgehen? Würden sich die beiden bekommen? Natürlich ging das Märchen mit einem glücklich vereinten und plötzlich weithin strahlenden Aschenbrödel mit seinem mindestens ebenso glücklich verliebten Prinzen zu Ende. Genauso, wie es sich eben gehörte!