Dorfkultur in Dabringhausen Musikalisches Glanzlicht im Kreise der Familie

Dabringhausen · „The Contenders“ gastierten am Samstag zum sechsten Mal in Dabringhausen – vor 120 begeisterten Zuhörern. Es wurde ein besonderer, ein bewegender Abend.

 „The Contenders“ – das Musiker-Duo aus den USA hier bei ihrem zweiten Konzert im „Markt 57" in Dabringhausen im Oktober 2017.

„The Contenders“ – das Musiker-Duo aus den USA hier bei ihrem zweiten Konzert im „Markt 57" in Dabringhausen im Oktober 2017.

Foto: Stephan Singer/Singer, Stephan (sng)

Noch bevor sie zu sehen sind, klingen leise Gitarrentöne aus dem Backstage-Bereich. Ganz zart, als ob die Finger sich aufwärmen. Im Foyer der Mehrzweckhalle herrscht heiteres Ankommen. Ein Glas Wein, eine Flasche Bier, bekannte Gesichter und neue Gäste, die zum ersten Mal der Einladung der Dorfkultur gefolgt sind. Hinter der Bühne stehen Jay Nash und Josh Day in den Startlöchern. Doch erst als Thomas Busch und Matthias Kirch auf die Bühne klettern und „Welcome back. Willkommen zurück“ durch das Foyer rufen, machen sich die Musiker aus den USA auf den Weg zur Bühne – unter dem Jubel des Publikums. 120 Besucher sind zum sechsten Auftritt von „The Contenders“ in Dabringhausen gekommen. Mehr als je zuvor. Und sie bereiten den beiden Musikern einen herzlichen Empfang. „Feels like home“ sagt Jay Nash gerührt. „Es fühlt sich an wie Zuhause.“ Und dann entfährt ihm noch ein „Wow“.

Es wird ein besonderer, ein bewegender Abend. Das liegt vorallem an diesen wundervollen, berührenden Stimmen. Jay Nash und Josh Day scheinen füreinander gemacht. Ihre Stimmen scheinen erst miteinander ihren ganzen Zauber zu entfalten. Auch ihre Instrumente wirken zusammen, als seien sie genau dafür gebaut worden: die Countrygitarre und die Mundharmonika, das Schlagzeug und die verschiedenen Percussioninstrumente, die Day im Gepäck hat. Die beiden zaubern – mit Rhythmen und Melodien, mit Texten und Gefühl. Sie spielen sich humorvoll die Bälle zu. Mal klingen ihre Melodien nach Country, dann wieder mehr nach Rock, manchmal sind es flotte Stücke zum Mittanzen und dann wieder leise Balladen. Eines haben sie alle gemeinsam: Es steckt Gefühl in der Musik, und sie scheint sich einen direkten Weg in die Seelen der Zuhörer zu suchen. Irgendwann steht eine Frau aus der ersten Reihe auf und beginnt zu tanzen. Ein Herr drückt Josh Day in der Pause eine Geschenktüte in die Hand und umarmt ihn kurz.

Es ist ein großes Wiedersehen. Und so lassen sich immer wieder Zuhörer entdecken, die leise einstimmen in die behutsamen Texte. Oder Besuchern jubeln schon beim ersten Ton einer Melodie. „Wir sollten eine ganze Woche in Dabringhausen bleiben“, sagt Josh Day gegen Ende. Irgendwas liege hier in der Luft. Aber die Musiker müssen weiter in die Niederlande, dann nach Köln und Bonn. Und so verlassen sie nach mehr als zweieinhalb Stunden die Bühne – begleitet von riesigem Jubel.

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