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Wermelskirchen: Musikalischer Adventskalender an 24 Orten

Veranstaltungen in Wermelskirchen : Musikalischer Adventskalender an 24 Orten

Die christlichen Gemeinden in Wermelskirchen starten ihr nächstes Projekt: Jeden Abend im Dezember laden sie zu Musik und weihnachtlicher Vorfreude ein – als Pop-up-Adventskalender.

Sie tauchten plötzlich auf: Ein Duo stand mit Gitarre und Mikrofon in der Carl-Leverkus-Straße, vor dem Rathaus musizierte plötzlich ein kleines Ensemble, und am Markt erklangen Gitarrenmelodien. Im vergangenen Jahr sorgten die christlichen Gemeinden in Wermelskirchen für musikalische Überraschungen im Advent – ohne Einladung oder Ankündigung, um in Coronazeiten keine Ansammlungen zu verursachen.

„In diesem Jahr möchten wir unser Angebot noch mehr Menschen bekannt machen“, sagt Patrick Kiesecker von der Ökumenischen Werkstatt. Natürlich würden wieder alle Corona-Schutzmaßnahmen gelten: Aber in diesem Jahr wird die Aktion der christlichen Gemeinden von richtigen gedruckten Adventskalendern begleitet, an denen Interessierte jeden Tag ein Türchen öffnen können und damit die Einladung an einen besonderen Konzertort in Dabringhausen, Dhünn oder Wermelskirchen erhalten – immer unter freiem Himmel.

„Hinter den 24 Türchen unseres Adventskalenders verbergen sich vielfältige Aktionen für Wermelskirchener aller Generationen“, sagt Kiesecker. Einzelne Musiker der zehn beteiligten Gemeinden und Gruppen, Ensembles, Instrumentalisten, Chöre und Geschichtenerzähler sind im Einsatz, um an jedem Abend für einen vorweihnachtlichen Moment zu sorgen. Ohne zu viel verraten: Große Gruppen wie Posaunenchöre, Gospelchor oder Kinder- und Jugendchöre sind genauso dabei wie Bands oder Angebote zum Mitsingen. Auch Bastel- und Mitmachangebote verstecken sich hinter den Türen. Die Zeiten variieren – sie liegen mal am Nachmittag und mal am Abend.

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So vielseitig wie die Gruppe der Veranstalter ist auch die Auswahl der Veranstaltungsorte: Der Adventskalender ploppt sowohl in Dhünn als auch in Dabringhausen, in Grunewald und der Wermelskirchener Innenstadt, in Tente, Buchholzen oder etwa am Krankenhaus auf.

Mit dem musikalischen Pop-Up-Adventskalender setzen die christlichen Gemeinden in Wermelskirchen ihre Zusammenarbeit fort: Bereits im Oktober hatten sie gemeinsam auf dem Rhombusgelände zum „WermelsKirchentag“ eingeladen – und damit hunderte Besucher angesprochen, die zum Mitfeiern, Gestalten und Entdecken kamen.

Mit dabei sind auch dieses Mal die Evangelisch-Freikirchliche Gemeinde Neuschäferhöhe, der Treffpunkt Hoffnung, das GZD Dabringhausen, die katholische Pfarrgemeinde St. Michael und St. Apollinaris mit ihren beiden Standorten in Wermelskirchen und Grunewald sowie die evangelischen Kirchengemeinden Wermelskirchen, Dabringhausen, Dhünn und Hilgen-Neuenhaus. Auch der CVJM in Dhünn und Tente beteiligt sich am musikalischen Adventskalender.

Schon zu Beginn der Corona-Pandemie hatten sich Vertreter der Gemeinden an einen Tisch gesetzt und waren über gemeinsame Projekte ins Gespräch gekommen. Die gemeinsame Überzeugung: „Uns verbindet mehr als uns trennt.“ Schnell kristallisierte sich damals auch heraus, dass die Gemeinden ihre Kirchen und Gemeindehäuser für die gemeinsamen Aktionen immer öfter verlassen wollen, um auf die Menschen in Wermelskirchen zuzugehen und Veranstaltungen auf die Straßen und Plätze der Stadt zu verlegen. Bereits die kleinen musikalischen Flashmobs im vergangenen Advent und der Weihnachtsweg durch die Innenstadt hatten viele Menschen unter Pandemiebedingungen auf die Beine gebracht. Es gehe ihnen um ein Signal und eine Einladung in die Stadt, hatten die Veranstalter damals erklärt: „Wir möchten einladen und anbieten, was uns trägt.“

Dieses Motto gilt auch für den musikalischen Adventskalender: Alle Interessierten sind eingeladen, zuzuhören, mitzumachen und Weihnachten werden zu lassen. Den Auftakt macht am 1. Dezember um 18 Uhr der Junge Chor MiCaDo auf der Treppe vor dem katholischen Pfarrzentrum St. Michael.