Wermelskirchen: „Musik ist für meine Seele“

The Voice of Germany : Jenny Rizzo singt ums Weiterkommen

Am Donnerstag geht es im „Battle“ für die Wermelskirchenerin um den Einzug in die nächste Runde von „The Voice of Germany“.

Ihr erster TV-Auftritt in Deutschlands erfolgreichster Casting-Show „The Voice of Germany“ (TVOG) von Sat1/ProSieben hat schon erste Auswirkungen gezeigt: Die Anfrage für Interviews und Auftritte nehmen zu. Davon erzählt die Wermelskirchener Sängerin Jenny Rizzo im Gespräch mit unserer Redaktion, nachdem sie nicht nur die TVOG-Vorauswahl-Stationen bestanden hat, sondern bei der Fernsehausstrahlung der insgesamt sechs „Blind Auditions“ in das Team von Coach Mark Forster aufgenommen wurde (wir berichteten). Das „TVOG-Pflaster“ wird nun von Sendung zu Sendung heißer: Am Donnerstag, 24. Oktober, ab 20.15 Uhr flimmert Jenny Rizzos „Battle“ über die Mattscheiben – dann entscheidet sich, ob es bei TVOG für die 33-Jährige mit italienischen Wurzeln, die in Hückeswagen aufwuchs und inzwischen mit ihrem Ehemann Thorsten sowie der gemeinsamen zweieinhalbjährigen Tochter Lea-Alice in Wermelskirchen lebt, weiter geht.

„Dass das Telefon nun häufiger klingelt und mehr E-Mails eintrudeln, genieße ich. Ich habe ja die Freiheit, mir das einzuteilen“, sieht sich Jenny Rizzo keinesfalls gestresst oder gar überfordert: „Sängerin bin ich mit Leidenschaft und Liebe. Und so lange das so ist, mache ich das.“ Wie auch immer ihre TVOG-„Reise“ weiter gehe, sei ihre Teilnahme dort keine Endstation, sondern eine Fortsetzung ihrer Laufbahn, ein Neuanfang in ihrer Musikerkarriere. „Für mich war es schon eine große Sache, überhaupt in die Sendung zu kommen. Das erfordert Mut, vor Publikum, eine Jury und Fernsehkameras ins Rampenlicht zu treten. Wenn man es dann gemacht hat, ist das ein gutes Gefühl – daran wächst man nur“, beschreibt Jenny Rizzo ihre Gefühlslage nach den ersten Erfolgen: „Dafür, dass sich in den ‚Blind Auditions‘ überhaupt jemand umgedreht hat, finde ich gar keine Worte. Damit hatte ich nicht gerechnet, hat mich begeistert und geflasht.“

Die Wochen danach seien eine „verdammt gute Zeit“ gewesen, auch wenn die Teampartner in den jetzt laufenden „Battles“ zu Konkurrenten würden: „Alle gönnen sich den Erfolg. Wir wissen, dass das immer etwas mit Tagesform, Songauswahl und Geschmack zu tun hat – alle, die jetzt dabei sind, können ohne Zweifel gut singen.“ Und weiter: „Im Kreise der Kandidaten genießen wir die Zeit wie ein riesiger Haufen von Schülern auf Klassenfahrt.“

Obendrein nützten natürlich die Tipps der Coaches: „Die lenken den Fokus auf Details, auf die man selbst vielleicht noch gar nicht so geachtet hat.“ Jenny Rizzo bezeichnet sich als „selbstkritisch“ und sagt mit einem Lächeln: „Natürlich habe ich mich im Fernsehen mit anderen Augen gesehen und Dinge entdeckt, die ich verbessern kann. Wenn jemand mit sich hundertprozentig zufrieden ist, dann ist etwas falsch.“ Schon jetzt stehe für sie fest: „Meine Teilnahme bei ‚The Voice‘ hat mich sehr weiter gebracht.“

Positive und negative Reaktionen gäbe es immer und lägen in der Natur der Sache, betont Jenny Rizzo: „Ich habe mich für das Fernsehen nicht verstellt, und das haben mir viele auch bestätigt. Musik macht mich glücklich, ist für meine Seele. Umso glücklicher bin ich, wenn meine Musik andere erreicht.“

Trotz des ansteigenden Trubels um ihre Person, steht für Jenny Rizzo fest: „Man muss wissen, woher man kommt.“ Ihr Privatleben als Ehefrau und Mutter habe sich entsprechend nicht verändert: „Mein Mann unterstützt mich voll und ganz. Deshalb kann ich bei Auftritten entspannt sein – ich weiß, dass zuhause alles ok ist.“ Sie habe nicht vor „abzuheben“: „Ich gehe ungeschminkt vor die Tür, gehe nach wie vor Brötchen holen oder zum Metzger.“ Auf welchen Song die Wahl für das „Battle“ am Donnerstag, 24. Oktober, gefallen ist, verrät Jenny Rizzo, die zur letzten Besetzung der mittlerweile aufgelösten Erfolgs-Cover-Band „Jokebox“ gehörte, nicht: „Von Celine Dion bis Nirvana habe ich alles schon gemacht. Lasst euch überraschen.“

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