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Wermelskirchen Motorradfahrer als Kavaliere

Dankeschön-Aktion in Wermelskirchen : Motorradfahrer als Kavaliere

Als Dankeschön und Anerkennung in der schwierigen Pandemiezeit gab’s am Samstag Weihnachtssterne für alle Rewe-Mitarbeiterinnen den der Motorradclique „Bergische Brüder“.

Im Rewe-Einkaufszentrum herrschte dickster Vorweihnachtstrubel. Die Mitarbeiterinnen staunten nicht schlecht, als plötzlich dunkel gekleidete und mit Mund-Nase-Schutz oder Multifunktionstüchern maskierte Herren vor ihnen standen. Die auf den ersten Blick martialisch wirkenden Mitglieder der Wermelskirchener Motorradclique „Bergische Brüder“, die gemeinsam mit einer „Schwester“ anrückten, zeigten sich jedoch gänzlich als Kavaliere und streckten den Mitarbeiterinnen eine Weihnachtsstern-Blume entgegen.

Diese Überraschung soll eine kleine Anerkennung, eine Aufmerksamkeit sein“, sagte Jessica Siemerkus, Sprecherin der „Bergischen Brüder“ im Gespräch mit unserer Redaktion. Die Mitarbeiter in Geschäften stünden in dieser Jahreszeit unter immensem Druck, zu der Alltagshektik kämen noch die Corona-Auflagen: „Viele müssen über weite Strecken ständig die Maske tragen.“ Ganz gemäß den derzeitigen Pandemie-Vorschriften schnappten sich die Motorradfreunde Einkaufswagen, um die mitgebrachten 50 Blumen zu transportieren.

Weitere Aktionen ähnlicher Art wollen die „Bergischen Brüder“ in den nächsten Monaten verwirklichen. Krankenhäuser oder Pflegeheime seien nicht einfach zu betreten, aber dort könne man ja möglicherweise mit einem Sänger, der im Hof singt, eine Freude bereiten. Das Sammeln von haltbaren Lebensmitteln wie Konserven zur Versorgung von Obdachlosen wäre genauso in der Planung, kündigten die neun Motorradfahrer an. Der Freundeskreis stammt aus den Reihen des Motorradclubs „Mercenaries Nomads“ Wermelskirchen, der sich inzwischen aufgelöst hat. Zu viele unterschiedliche Vorstellungen hätte es gegeben, wodurch der Club nicht mehr tragbar gewesen wäre.