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Wermelskirchen: Mensabau für Schwanenschule verzögert sich 

Größte Wermelskirchener Grundschule braucht mehr Platz : Mensabau für Schwanenschule verzögert sich

Die Mädchen und Jungen der Schwanenschule haben bald mehr Platz zum Essen und Lernen. Unterhalb des Schulgeländes, im Bereich des Sportplatzes, entsteht ein Neubau aus Modulen. Doch wie bei einer Schulerweiterung am Weyersbusch für die Sekundarschule gibt es auch an dieser Stelle bauliche Verzögerungen.

„Eigentlich sollte der neue Mensa-Neubau schon nach den Herbstferien nutzbar sein, diesen Termin konnte die Firma nicht halten“, sagte Dino Künster, Architekt beim städtischen Gebäudemanagement. Nun soll der Umzug Ende November sein, die neuen Räume ab Dezember genutzt werden können.

Die Erweiterung wurde notwendig, weil mehr Eltern die Ganztagsbetreuung in Anspruch nehmen, immer mehr Kinder somit ein Mittagessen in der Schule einnehmen. Im Bestandsgebäude wurde die Mensa untergebracht und erweitert, indem Klassenräume umgenutzt und in Modulen auf dem Sportplatz ausgelagert wurden. Doch dann waren die räumlichen Kapazitäten erschöpft. „Derzeit werden mehr als 200 Essen ausgegeben – in einem Dreischicht-Betrieb“, schildert Dino Künster die Folgen der räumlichen Enge. In dem Neubau aus Modulen können später gleichzeitig 104 Essen ausgegeben werden. Die zentrale Essensausgabe, bei der sich eine Warteschlange aus hungrigen Grundschülern bildet, werde durch drei, vier Ausgabepunkte ersetzt, Abläufe werden erleichtert. Drei Mensa-Räume können durch Schiebetüren geschlossen werden. „Somit können sie dann auch für andere Zwecke, beispielsweise für Elternabende, genutzt werden“, sagt Dino Künster. Für den Modulbau habe sich die Stadt Wermelskirchen wegen der kürzeren Bauzeit entschieden: ein halbes Jahr statt einem Jahr bei einer konventionellen Bauweise. 20 Module hatte die Stadt bereits für die Hauptschule erworben, die einst vier Klassenräume beherbergten. Sie finden nun eine Wiederverwendung für die Schwanenschule. Am neuen Standort bilden drei Klassenräume die Mensa, ein Klassenraum die Küche, ergänzt werde der eingeschossige Komplex durch Technikraum, Lager, Sanitärräume und Mitarbeiter-Umkleide. Neun Module kaufte die Stadt dazu.

Unterm Strich koste diese Schul-Erweiterung um 430 Quadratmeter gut eine Million Euro. Durch den Umzug werden wieder Räume im Hauptgebäude der Grundschule frei, die für den Unterricht und für die Offene Ganztagsgrundschule, die in Trägerschaft des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) steht, genutzt werden können.

Im Gegensatz zum Modulbau für die Sekundarschule am Weyersbusch, der als Zwischenlösung dient, werde der Mensabau der Schwanenschule eine Dauerlösung. „Die einzelnen Module werden verschweißt, von außen wärmegedämmt, und die Fassade wird verputzt. Später wird der Neubau wie ein ganz normales Gebäude aussehen“, sagt der städtische Architekt, der das Bauprojekt begleitet. Zusätzlich zum Modulbau erhalte der Neubau ein Wetterschutzdach. Und der gesamte Modulbau „ruht“ auf einem grundsoliden Fundament.