1. NRW
  2. Städte
  3. Wermelskirchen

Wermelskirchen: Mehr Sicherheit für die Senioren

Europäische Mobilitätswoche in Wermelskirchen : Mehr Sicherheit für die Senioren

Zum Verkehrssicherheitstag der Europäischen Mobilitätswoche gab es vor dem Bürgerzentrum einige Aktionen, die für mehr Sicherheit sorgen sollen.

Beim Ein- oder Aussteigen in den Bus wird es brenzlig: Das erleben Naki Akat und Rita Salentin in ihrem Alltag als Busfahrer nicht selten. Dann fühlen sich Senioren mit Rollatoren unsicher und verzichten lieber auf die Busfahrt. Oder Kinder denken nicht an den toten Winkel und bringen sich in Gefahr. „Wir wollen heute für mehr Sicherheit sorgen“, erklärt Naki Akat am Sonntagnachmittag vor dem Bürgerzentrum – pünktlich zum Verkehrssicherheitstag zur Europäischen Mobilitätswoche.

Der RVK hat einen Bus abgestellt. Gemeinsam mit interessierten Senioren üben die beiden Busfahrer das Ein- und Aussteigen. Und auch Rollstuhlfahrer, die an der Rampe trainieren wollen, sind heute willkommen. „Wir unterstützen die Fahrgäste gerne“, erklärt Rita Salentin und macht Mut, auch mit Gehbehinderung den Öffentlichen Nahverkehr zu nutzen. Die beiden führen die Rampe für Rollstuhlfahrer vor, erklären das Sicherungssystem im Bus und lassen Interessierte auch mal auf dem Fahrersitz Platz nehmen, um einen Blick in die Spiegel zu werfen. „Vielleicht hilft diese Perspektive, uns Busfahrer etwas besser zu verstehen“, sagt Akat.

  • Jarno und Erik zeigen ihr Können
    Mobilitätswoche in Wermelskirchen : Kinder eröffnen die Mobilitätswoche
  • Auch bei der Mobilitätswoche 2020 gab
    Viele Aktionen in Mönchengladbach : Mobilitätswoche bringt Bewegung in die Stadt
  • Volle Fahrt voraus: So wie Ben
    Europäischer Mobilitätswoche in Wermelskirchen : Spitzengeschwindigkeit mit dem Bobbycar

Gleich nebenan hat der Bürgerbusverein mit Wolfgang Craen geparkt: „Wir warten aktuell auf die Lieferung unseres neuen Fahrzeugs“, sagt der Vereinsvorsitzende. Über eine Rampe sollen künftig vor allem Senioren mit Rollatoren, aber auch Rollstuhlfahrer den Weg in den Bürgerbus finden. Weil der neue Bus aber erst in rund fünf Wochen geliefert wird, hat sich der Bürgerbusverein ein baugleiches Modell aus Burscheid geliehen – zum Üben und Vorführen und zum Vorfreuen. Denn der neue Bus soll die Fahrt für Fahrer und Kunden erleichtern.

Pünktlich zum Verkehrssicherheitstag lädt am Sonntag auch die Verkehrswacht aus Wermelskirchen Interessierte zum Entdecken ein: Im Bürgerzentrum haben Vereinsvorsitzender Klaus Briese und sein Team einen Rollatoren-Parcours aufgebaut. „Viele Menschen mit Rollator haben anfangs eine Hemmschwelle und trauen sich nicht viel zu“, sagt er, „wir wollen den Menschen heute etwas Sicherheit vermittelt.“ Wer mag, kann auch gleich noch einen Hörtest und einen Sehtest bei der Verkehrswacht machen.

„Wir freuen uns sehr über die wertvollen Kooperationen“, lobt unterdessen Christiane Beyer (Sozialamt). Neben RVK, Bürgerbusverein und Verkehrswacht ist auch der Seniorenbeirat mit an Bord. Die Resonanz ist zum Start noch verhalten.