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Wermelskirchen: Mehr Arbeitslose als 2019 im Rheinisch-Bergischen Kreis

Rheinisch-Bergischer Kreis : 20 Prozent mehr Arbeitslose im Vorjahres-Vergleich

Die Arbeitslosenquote im Rheinisch-Bergischen Kreis liegt weiter bei 6,4 Prozent, nach 5,3 Prozent im Vorjahr. In Wermelskirchen sieht es etwas besser aus. Neben einer weiteren schlechten Nachricht gab es von September zu Oktober auch eine erfreuliche Entwicklung im Kreis.

Nach all den Hiobs-Botschaften der vergangenen Tage kommt nun noch eine weitere schlechte Nachricht hinzu. Denn neben Kraft und Geduld kostet die Corona-Krise auch viele Arbeitsplätze, das zeigen die Zahlen der Arbeitsagentur Bergisch Gladbach zum Arbeitsmarkt im Oktober 2020. Demnach gibt es in diesem Monat insgesamt 20,6 Prozent Arbeitslose mehr im Rheinisch-Bergischen Kreis als noch im Oktober vor einem Jahr. In Wermelskirchen stiegen die absoluten Zahlen von 989 auf 1134 Erwerbslose.

 Die Arbeitslosenquote beträgt im Kreis weiter 6,4 Prozent, nach 5,3 Prozent im Vorjahr. In Wermelskirchen weichen die Zahlen leicht ab: Während es im Oktober 2019 in der Stadt eine Arbeitslosenquote von 5,2 Prozent gab, stieg der Anteil der Erwerbslosen in diesem Monat auf 5,9 Prozent. Zwar habe sich die Zahl der Arbeitslosen in den drei Regionen des Bezirks der Abeitsagentur (Leverkusen mit 8,5 Prozent und Oberbergischer Kreis mit 6,2 Prozent) sehr unterschiedlich entwickelt, sagt Nicole Jordy, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bergisch Gladbach. „Im Vergleich zum Vormonat und auch im Vergleich den vergangenen Jahren kann aber im Moment leider nicht von einem Herbstaufschwung gesprochen werden.“ Auch bei den gemeldeten offenen Arbeitsstellen gab es einen deutlichen Rückgang: Mit knapp einem Drittel weniger gemeldeter, offener Stellen als noch im Oktober des Vorjahres verzeichnet Wermelskirchen den größten Rückgang im Rheinisch-Bergischen Kreis. Kreisweit sind es insgesamt ein Zehntel weniger offene Stellen. „Beim Bestand ist Wermelskirchen der Negativ-Ausreißer“, sagt Arbeitsagentur-Sprecherin Regina Wallau, relativiert aber sogleich: „Wenn man sich allerdings den Zugang neuer gemeldeter, offener Stellen im Oktober anschaut, liegt die Stadt durchaus im positiven Bereich mit 14,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – und sogar 51,6 Prozent im Vergleich zum Vormonat.“

Immerhin: Es gibt auch eine gute Nachricht. Die Arbeitslosigkeit im Kreis ist im Vergleich zum Vormonat im Oktober leicht gesunken. Sie liegt aktuell bei 9649 Personen, das sind 0,6 Prozent weniger als im September. Kann das als Zeichen einer etwas positiveren Entwicklung für die kommenden Monate gewertet werden? Eher weniger. „Eine Prognose zur weiteren Entwicklung ist derzeit kaum möglich“, sagt Nicole Jordy. „Die steigenden Infektionszahlen und die daraus resultierenden Maßnahmen der Regierung sind hierfür ausschlaggebend.“ Es bleibt also abzuwarten.