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Wermelskirchen: Mehr als 500 Gäste feiern bei der Musiknacht

Musiknacht : Mehr als 500 Gäste feiern bei der Musiknacht

Veranstalter ziehen beim Nachholtermin im Bürgerzentrum eine positive Bilanz.

Als am Samstagabend dann endlich das Licht im Bürgerzentrum ausgeht, die Scheinwerfer angehen, die Bands sich hinter den Kulissen auf ihre Show einstimmen und Dirk Goetz die Türen im Foyer öffnet, da atmet er einmal tief durch. „Endlich“, befindet er dann. Fast ein Jahr liegt hinter den Veranstaltern um Dirk und Mona Goetz, Andrea Strunk und Robert Schultz, seit sie die Musiknacht im April absagen mussten, weil in der Nacht zuvor ein Wasserschaden für Chaos im Bürgerzentrum gesorgt hatte. Viele Tickets waren daraufhin zurückgegeben worden, andere hatten fest auf den Nachholtermin gesetzt.

Als die Musik am Samstagabend dann endlich wummert, als das erste Fass angeschlagen ist und sich der Saal füllt, bekommt die turbulente Geschichte der Musiknacht ein neues Kapitel. „Das Foyer war dann doch noch nicht fertig, so dass wir selbst für die Beleuchtung sorgen mussten“, sagt Goetz. Am Ende liegt der rote Teppich, und mehr als 500 Besucher nehmen den Weg durch das Foyer Richtung Bühne. „Wir sind zufrieden“, sagt Goetz, „noch ein bisschen angespannt, aber zufrieden.“ Und dann stellt er sich in die hinterste Reihe und lässt den Abend erstmal auf sich wirken.

Auf der Bühne sorgen „Optical Desaster“ für Partystimmung. Die Musiker feiern, feuern an und laden zum Mitsingen ein. Die einen lassen sich begeistern, die anderen freuen sich über heitere Geselligkeit im Kreis guter Freunde. Die Altersspanne liegt irgendwo zwischen 25 und 70, die einen wollen tanzen und feiern, die anderen sind zum Zuhören gekommen. Nicht so speziell wie in den vergangenen beiden Jahren ist die Bandauswahl ausgefallen – nach Abba und Westernhagen steht zur Musiknacht am Samstagabend tanzbare Rock- und Popmusik auf dem Programm. Die Gruppe Decoy, die längst auch größere Hallen füllt, macht sich hinter den Kulissen warm. „Im besten Fall springt der Funke sofort über“, sagt Sänger Daniel Vorholt, „wir geben viel von der Bühne runter und das Publikum gibt uns auch viel zurück.“ Die Band sei zumindest bereit, von Anfang an Gas zu geben – zwei Stunden lang. „Das ist harte Arbeit und macht richtig Spaß“, sagt Vorholt. Das ist den Musikern dann deutlich anzumerken, als sie gegen 22 Uhr den DJ ablösen. Von der ersten Minute an zeigt Decoy vollen Einsatz. Das Publikum lässt sich noch ein bisschen bitten, aber in den ersten Reihen wird bereits getanzt, gesungen und gefeiert – zu „Dance Monkey“ und „Heavy Cross“, zu „Freed From Desire“ und „Highway to Hell“.