Wermelskirchen: Marktbetreiber müssen weiter Gebühren zahlen

SPD-Antrag scheiterte an gesetzlichen Vorgaben : Marktbetreiber müssen weiter Gebühren zahlen

Der Wochenmarkt ist, verglichen mit Märkten in Nachbarkommunen, klein und wenig attraktiv, er bedarf nach Auffassung vieler Wermelskirchener einer Aufwertung. Ein Antrag der SPD-Fraktion zielte jetzt darauf ab, die Rahmenbedingungen zu verbessern, indem die Gebühren für die Marktbetreiber abgeschafft werden.

Doch daraus wird nichts.

Mehrere Gründe führte SPD-Fraktionsvorsitzender Jochen Bilstein für die Abschaffung der Standgebühren an. Der Wochenmarkt sei ohnehin schon „ein Sorgenkind“. Durch die Bebauung des Loches-Platzes würden die Bedingungen für die Standbetreiber nicht sicherer. Wie berichtet, soll der Wochenmarkt während der Bauphase zur Telegrafenstraße wechseln. Außerdem sei es im Sinne der Gleichbehandlung richtig, wenn die Wochenmarkthändler ebenso wie die Betreiber von Außengastronomie von Gebühren für die Standfläche befreit werden. Randolph Schmidt (CDU) sah darin eine Retourkutsche für den gescheiterten Antrag der SPD, Gebühren von den Gastronomen für die Nutzung öffentlicher Flächen für ihre Außengastronomie einzuführen. Henning Rehse (WNKUWG) fragte nach den Kosten, die der Stadt durch den Wochenmarkt entstehen, immerhin fielen Strom- und Wasserkosten an. Und Martin Fleschenberg (CDU) wandte ein, dass die Abschaffung der Gebühren nicht zu einem „Run“ auf den Standort Wermelskirchen führe.

Hingegen appellierte Oliver Platt (BüFo), alles für einen Belebung des Wochenmarktes zu tun. „Wir werden uns Gedanken machen müssen, wie der Markt kostenneural betrieben werden kann.“ In dem neuen Standort Telegrafenstraße sieht er eine große Chance, weil dort „Geld gemacht wird, wo der Lauf ist“.

Wie Kämmerer Dirk Irlenbusch erklärte, muss die Stadt laut den Vorgaben des Kommunalen Abgabegesetzes diese Gebühren erheben. Ein Verzicht würde bedeuten, dass 14.000 Euro im Haushalt fehlen. Im übrigen sähen die Betreiber bei der Standortwahl nicht primär die Gebühren.