Wermelskirchen Marion Lück will Bürgermeisterin werden

In Wermelskirchen : Marion Lück will Bürgermeisterin werden

Einstimmig haben sich die Vorstände von CDU und Bürgerforum auf die parteilose Kandidatin verständigt. Die Wermelskirchenerin wartet mit reichlich Erfahrung aus der Kölner Großstadt-Verwaltung auf.

Marion Lück hatte im Vorfeld niemand auf dem „Gerüchte-Küche-Zettel“. Einstimmig entschieden der Vorstand des CDU-Stadtverbands und der des Bürgerforums, gemeinsam die Kandidatur der 46-Jährigen zur Bürgermeisterwahl im September 2020 zu unterstützen. Die Mutter eines 14-jährigen Sohnes ist parteilos und arbeitet seit 2001 in der Kölner Stadtverwaltung, wo sie unter anderem Projektverantwortliche für die Verwaltungsreform war und aktuell als Leiterin für Strategisches Projektmanagement unmittelbar im Büro des Stadtdirektors angesiedelt ist.

Marion Lück, geborene Schwandrau, wurde im Januar 1973 in Remscheid geboren, wuchs mit ihren beiden Schwestern in Wermelskirchen-Kenkhausen auf und machte ihr Abitur am Wermelskirchener Gymnasium. Ihr Studium, beruflicher und privater Werdegang ließ Marion Lück anschließend zwölf Mal umziehen, bevor sie in 2004 nach Wermelskirchen zurückkehrte. Die geschiedene Diplom-Verwaltungswirtin und Diplom-Sozialpädagogin sagt von sich: „Meine fachliche Kompetenz ist das eine. Emotional liebe ich meine Heimatstadt Wermelskirchen.“ Ihr persönlicher Schwerpunkt liege eher auf der Kultur: „Ich finde Sport toll, bin aber nicht die Sportnudel.“ Privat würde sie gerne Veranstaltungen in der Kattwinkelschen Fabrik sowie im Haus Eifgen besuchen und gerne in das Film-Eck gehen.

Der noch amtierende CDU-Stadtverbandsvorsitzende und Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Christian Klicki, betont: „Der menschliche Charme und die fachliche Kompetenz von Marion Lück bilden die entscheidende Mischung.“ Und Stefan Leßenich, ebenfalls vom Vorstand der Christdemokraten, fügt an: „Die CDU ist von ihrer alten Linie, dass ein von uns unterstützter Kandidat zwingend das CDU-Parteibuch haben muss, abgerückt.“ Das habe den Büfo-Veran-wortlichen die Entscheidung leichter gemacht, wenngleich die Unterstützung für einen CDU-Kandidaten genauso denkbar gewesen wäre, kommentiert der Büfo-Fraktionsvorsitzende Oliver Platt: „Wir arbeiten schon länger daran, dass große bürgerliche Lager in Wermelskirchen zu einen.“ Damit verbunden sei die Einladung an alle Vertreter des bürgerlichen Lagers, die Kandidatur von Marion Lück ebenfalls zu unterstützen.

In naher Zukunft stünde nun ein weiterer Austausch darüber an, was in Wermelskirchen konkret „unter den Nägeln brennt“, blickt Marion Lück aus: „Wir werden das richtige Paket aufstellen, um damit in den Wahlkampf zu ziehen.“ Und der soll aus Sicht von Leßenich, Klicki und Platt nach der Jahreswende starten. „Wir feiern jetzt erst Weihnachten und Neujahr und starten dann“, sagt Stefan Leßenich: „Da sind wir unabhängig von der Bekanntgabe, ob der amtierende Bürgermeister noch einmal kandidiert oder nicht.“

Christian Klicki und sie hätten schon länger Kontakt zueinander gehabt, um sich über kommunalpolitische Themen auszutauschen. „Die Frage, ob ich für das Amt der Bürgermeisterin kandidieren wolle, hat mich dann schon freudig überrascht“, erinnert Marion Lück. Ihr läge Nachhaltigkeit auf alle Ebenen am Herzen: „Wir brauchen eine zukunftsfeste Stadt, viele Entwicklungen passieren derart schnell, dass Antworten darauf her müssen.“

Sie sehe Potential in der Kooperation mit ortsansässigen Unternehmen und in der Förderung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, der kein „Selbstläufer“ wäre. „Für mich ist eine Kandidatur für das Bürgermeister-Amt nur in Wermelskirchen denkbar“, betonte Marion Lück ihre Verbundenheit zur „Kleinstadt mit Herz“. Mit letzterem Slogan sei sie schließlich aufgewachsen.